Kreis Steinfurt

Deos AG: das Fan-Prinzip

Rheine - Mitarbeitende zu Fans „ihres“ Unternehmens machen – mit dieser Strategie hat sich die Deos AG in Rheine bei der Suche nach den besten Fachkräften positioniert. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat das Unternehmen verschiedene Bausteine zur Mitarbeiterbindung umgesetzt, um bestehende Mitarbeiter zu halten und neue auf sich aufmerksam zu machen. Fachkräfte, die das Unternehmen auf verschiedenen Positionen sucht, denn im Zuge der Energiekrise ist die Nachfrage nach Lösungen und Dienstleistungen zur Energieoptimierung über die Gebäudeautomation und -digitalisierung bei dem Hersteller aus Rheine stark gestiegen.

Mit verschiedenen Bausteinen hat die Deos AG in den vergangenen zwei Jahren die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert.

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Um die Mitarbeiterzufriedenheit ganzheitlich zu erfassen und weiterzuentwickeln, hat der Gebäudeexperte vor zwei Jahren begonnen, das sogenannte „Fan-Prinzip“ auf den Weg zu bringen. „Das Fan-Prinzip in Richtung Mitarbeiter baut darauf auf, nicht nur die Zufriedenheit der Angestellten mit Sachleistungen wie Gehalt, Arbeitsplatzausstattung oder E-Bike-Leasing zu erhöhen, sondern auch ihre emotionale Bindung zum Unternehmen zu stärken“, erklärt Deos Marketing- und Projektleiter Bernhard Pieper. In einer Mitarbeiterbefragung hat das Unternehmen 2020 den Status quo abgefragt. Anschließend wurden daraus Handlungsfelder abgeleitet und Maßnahmen umgesetzt.
Um die Mitarbeiterbindung zu verbessern, hat die Deos AG in den vergangenen Monaten zum Beispiel die interne Kommunikation verbessert: „Zum Monatsende berichtet der Vorstand in einer kurzen E-Mail, wie sich unsere drei Geschäftsbereiche entwickelt haben und gibt einen Ausblick auf anstehende Projekte. Das schafft Transparenz und ein Wir-Gefühl über alle Abteilungen und Führungsebenen hinweg“, betont Pieper. Neben einer Vision und Mission für die Deos AG hat das Unternehmen außerdem seine Unternehmenswerte sowie ein Führungsleitbild entwickelt. „Darin haben wir unsere Art und Weise der Zusammenarbeit niedergeschrieben, die Deos eine Identifikation und interne Positionierung gibt, und suchen Mitarbeitende, die genauso denken und handeln“, erklärt Pieper. Auch auf der Sachebene hat das Unternehmen vieles in den zwei Jahren verändert: vertraglich festgelegtes mobiles Arbeiten, neue Arbeitsplatzformate, Job-Tickets und Einkaufsgutscheine, Sonderurlaube und Inflationsausgleichsprämien.
Auch den Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende hat die Deos AG verbessert: So gibt es zum Beispiel neben Paten und Einarbeitungsplänen auch den „Newcomer-Club“, in dem die neuen Mitarbeitenden organisiert sind und sich über ihren Start austauschen. „Unsere Benefits haben sich im Umkreis von Rheine herumgesprochen – das spüren wir bei den Bewerberinterviews immer wieder deutlich. Es muss also nicht immer gleich die große Revolution sein, sondern viele kleine Bausteine. Eine Evolution kann schon deutlich etwas erreichen“, betont Pieper.
Das zeigte auch die aktuelle Umfrage unter den Mitarbeitenden bei der Deos AG: Der Anteil der zufriedenen Mitarbeitenden ist innerhalb der vergangenen zwei Jahre auf 79 Prozent gestiegen. Die Fan-Quote hat sich fast verdoppelt und stieg auf 21 Prozent. „Damit haben wir den Bechmark geknackt und erhielten von unserem Beratungsunternehmen aus Mainz das Zertifikat ‚Mitarbeiter-Champion‘. Viel wichtiger als diese Auszeichnung ist uns allerdings, dass zufriedene und gebundene Mitarbeitende in der Regel auch zufriedene Kunden schaffen“, erklärt Pieper.
Aktuell arbeiten 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie sechs Auszubildende bei dem Unternehmen in Rheine – Tendenz steigend. Denn: „Das Bewusstsein für effiziente Gebäudetechnik ist durch die Energiekrise geschärft worden. Bei der Sanierungen von bestehenden Gebäuden gibt es den größten Handlungsbedarf. Darüber hinaus gibt es strengere gesetzlichere Anforderungen zur Einführung von Gebäudeautomation in Nicht-Wohngebäuden, wie Hotels, Büros oder öffentlichen Einrichtungen. Durch die Gebäudeautomation lassen sich Energiekosten sparen, sodass sich die Investitionen schon nach zwei bis drei Jahren amortisieren können“, betont Pieper.
Die Deos AG verfügt dafür über einen eigenen Geschäftsbereich für die Planung, den Bau und die Wartung der Automatisierung von Heizungs-, Lüftung- und Klimatechnik in Gebäuden rund um Rheine und Oberhausen. „Allein bis zu 69 Prozent der Energiekosten eines Gebäudes entstehen durchs Heizen. Das Potenzial, in diesem Bereich Einsparmöglichkeiten zu generieren, ist also groß“, weiß Pieper. Die Gebäudeautomation muss dafür gar nicht kompliziert sein: „Oft reichen zum Beispiel schon kleine Investitionen aus wie etwa Funkthermostate an Heizkörpern, über die sich die Temperatur zentral im gesamten Gebäude einstellen lässt, ohne dass eine Person bei Feierabend oder am Wochenende alle Heizungen herunter und später wieder aufdrehen muss. So können Arbeitsplätze und Gebäude effizient temperiert werden. Gleichzeitig liegen durch das Energiemonitoring sämtliche Verbrauchsdaten vor“, erklärt Pieper.

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