Landkreis Osnabrück

Das Unternehmen nachfolgefit machen

Wallenhorst – Zahlreiche Unternehmen im Wirtschaftsraum Osnabrück stehen aktuell vor der Herausforderung, eine Nachfolgelösung zu finden. Gleichzeitig kann eine Übernahme eines Unternehmens oder eine Beteiligung eine interessante Alternative für Gründungsinteressierte sein. Über die verschiedenen Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren und Stolpersteine, informierte eine Veranstaltung in den Räumen der Purplan GmbH in Wallenhorst. Rund 60 Interessierte folgten der Einladung der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land, der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO), der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (HWK) sowie der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IHK).

Freuten sich über das große Interesse am Thema Nachfolgeregelung (von links): Lennard Kauke (Prokurist Purplan), Enno Kähler (IHK), Dirk Lebeda (HWK), Andreas Sandmann (Geschäftsführer Purplan), Hanna Sandmann (Prokuristin Purplan), Axel Kolhosser (WIGOS-UnternehmensService), Hubert Winkler (Kern – Zukunft für Lebenswerke), Michael Retzki (Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen MBG), Andreas Meiners (Fachkräfte & Unternehmensnachfolge WFO). Foto: Miriam Loeskow-Bücker / WIGOS

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„Das große Interesse an unserer gemeinsamen Veranstaltung zeigt nicht nur deutlich, wie drängend das Problem für viele Unternehmen ist, sondern auch den Informationsbedarf an praxisgerechten bewährten Alternativen einer Unternehmensnachfolge“, betonte Axel Kolhosser vom WIGOS-UnternehmensService, der die Nachfolgeveranstaltung moderierte. Eine „Erfolgsstory“ sei die Nachfolgeregelung des gastgebenden inhabergeführten Familienunternehmens Purplan, das im Anlagenbau tätig ist. Wie der Nachfolgeprozess bei Purplan gestaltet wird, berichteten der Geschäftsführer Andreas Sandmann und seine Tochter Hanna Sandmann, Prokuristin bei Purplan. Er sei froh, dass er das Unternehmen in die Hände seiner Tochter und eines fachlich so hervorragend ausgebildeten jungen Führungsteams geben könne, so Andreas Sandmann. 

Wie ein Übernahmeprozess vorbereitet und umgesetzt werden kann, erläuterte Hubert Winkler von Kern – Zukunft für Lebenswerke. Der Referent verdeutlichte am Beispiel eines Anlagenbau-Unternehmens unter anderem, wie der Unternehmenswert ermittelt werden kann und welche Faktoren bei den Verkaufsverhandlungen hinderlich sein können. „Starten Sie frühzeitig, klären Sie ihre Ziele, führen Sie mit Fernlicht und machen Sie Ihr Unternehmen nachfolgefit“, betonte Winkler und appellierte an die Gäste, Beratungsangebote, beispielsweise der WIGOS und WFO, in Anspruch zu nehmen.   

Anschließend erläuterte Michael Retzki, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen, verschiedene Finanzierungsstrategien für Nachfolge und Start-ups. In den Blick nahm der Referent dabei Beteiligungen und Bürgschaften, die Chancen für Gründungs- und Kaufinteressierte bieten. 

Wie digitale Lösungen den Unternehmensverkauf und die Suche nach Investoren und Käufern mit Hilfe künstlicher Intelligenz unterstützen können, erfuhren die Gäste bei der Präsentation der KI-gestützten Nachfolgeplattform selvendo. Hubert Winkler stellte das gemeinsam mit Partnern in Menslage gegründete KI-Start-up vor. Die Plattform richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Unternehmen, die ihre Unternehmensnachfolge regeln wollen. Über ein anonymes Verkaufsangebot prüft der Unternehmer, ob es überhaupt potenzielle Nachfolger gibt. Anschließend kann er auf der geschlossenen Plattform automatisiert Verkaufsunterlagen erstellen, mit den Kaufinteressenten direkt in Kontakt treten und den Verkaufsprozess organisieren.

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