Kreis Warendorf

AuCom investiert Millionenbetrag in Sendenhorst

Sendenhorst - Der Sendenhorster Spezialist für elektronische Antriebstechnik AuCom investiert am Unternehmenssitz rund drei Millionen Euro in eine neue Produktionshalle und Fertigungsmaschinen. Auch abseits davon sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt: Die Auftragsbücher sind voll, die Zahl der Ausbildungsplätze ist höher als geplant und die Belegschaft soll erweitert werden.

Der Unternehmenssitz von AuCom in Sendenhorst. Foto: AuCom

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„Unsere Ziele sind ambitioniert, aber mit dieser Motivation sind wir in den vergangenen Jahren enorm gewachsen“, formuliert Thomas Zirk-Gunnemann, CEO bei AuCom Global Solutions. In den Büchern stünden Aufträge für über 28 Millionen Euro, ein Plus von 10 Millionen Euro im Vergleich zu 2022. Auch bei den Umsätzen sieht sich AuCom auf Kurs: 2023 lagen sie bei 35 Millionen Euro, im Jahr zuvor betrugen sie noch 27 Millionen Euro.

Erweiterung der Produktion um eigenen Schaltschrankbau

Dank stabiler Ertragslage kann AuCom investieren: Um eigene Schaltschränke zu bauen, bauen die Sendenhorster an der Borsigstraße daher eine neue Produktionshalle und Fertigungsmaschinen. „Für unsere Branche erreichen wir damit eine Fertigungstiefe, die kaum ein Wettbewerber auf dem globalen Markt aufbringen kann“, betont Zirk-Gunnemann. Derzeit betrage die Produktionsfläche von AuCom an der Borsigstraße rund 3.000 Quadratmeter, nachdem bereits 2022 etwa 700 und 2023 noch einmal 900 Quadratmeter hinzukamen. 

Die Entwicklung betrifft auch die eigene Ausbildung. Aus zunächst zwei Auszubildenen wurden letztlich fünf Azubi-Plätze im Bereich Antriebstechnik. Derzeit sind noch zwei Ausbildungsplätze zum Elektroniker frei. Um auch die zu besetzen und um weiterhin eigene Fachkräfte auszubilden, kooperiert AuCom mit der Realschule St. Martin in Sendenhorst. 

Hoffnungsvolle Marktentwicklung

„Die Nachfrage aus dem Markt ist ungebrochen hoch“, so Zirk-Gunnemann. „Viele Unternehmen streben danach, klimaneutral oder energieeffizienter zu wirtschaften.“ Hier kommen die Frequenzumrichter und Sanftanlasser von AuCom ins Spiel. Sie reduzieren bei industriellen Antrieben Verschleiß und Energieverbrauch.

Zirk-Gunnemann geht davon aus, dass sich der Markt in den nächsten fünf Jahren mindestens verdoppeln wird. Gute Aussichten also. Um die Nachfrage zu bedienen, wächst AuCom weiter und vergrößert auch die Belegschaft. Insgesamt arbeiten für das Unternehmen derzeit in Sendenhorst und an den Standorten in Dubai und Ägypten 107 Personen. 2021 waren lediglich 16 Mitarbeiter für das Unternehmen in Sendenhorst tätig. Bis Ende 2024 sollen allein in Sendenhorst mindestens 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Sie werden zum Beispiel im After Sales und Kundensupport benötigt. Hier führt AuCom Technologien wie etwa Augmented Reality (AR) ein, also die Verknüpfung virtueller Objekte mit der Realität. So entsteht zum Beispiel von einer Maschine ein digitaler Zwilling, den der Mitarbeiter etwa für die Fernwartung nutzt. Dadurch werde der Bereich After Sales komplett neu definiert, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. 

Zirk-Gunnemann zeigt sich zuversichtlich. „Wir werden weiter wachsen und uns in Sendenhorst zu einer festen Größe der lokalen Wirtschaft entwickeln“, sagt der gebürtige Sendenhorster.

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