Landrätin Anna Kebschull, die gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötter die Schirmherrschaft über das Familienbündnis innehat, eröffnete die Veranstaltung mit einem klaren Appell. Familienfreundliche Unternehmenspolitik sei heute weit mehr als ein moralischer Anspruch: „Diese Haltung zahlt sich aus. Studien belegen: Beschäftigte in familienfreundlichen Unternehmen sind motivierter, seltener krank und bleiben ihren Arbeitgebern länger treu. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Wertschätzung und Respekt beruht.“
Der Vorsitzende des Familienbündnisses Peter Forkert stellte die Breite der Aktivitäten des Bündnisses vor. Er betonte, das Zertifikat solle nicht nur als Plakette an der Eingangstür verstanden werden. „Es ist eine Verpflichtung, die Mitarbeitenden ernst zu nehmen – und ein Versprechen, dass sie sich auf gute Rahmenbedingungen verlassen können“, lautete seine Botschaft.
Podiumsdiskussion
Welche Bedeutung Familienfreundlichkeit im Unternehmensalltag konkret hat, wurde in einer Podiumsdiskussion mit drei ausgezeichneten Betrieben deutlich. In der durch Claudia Pieper von der Koordinierungsstelle Frau & Betrieb moderierten Diskussionsrunde berichteten Merve Keskin (Sievers Group, Osnabrück), Silvia Vogesang (Bernhard Vogelsang, Georgsmarienhütte) und Frederik Heller (Envipco Automaten, Osnabrück) von innovativen Arbeitszeitmodellen, Unterstützungsangeboten für Eltern und pflegende Angehörige sowie neuen Wegen moderner Führung – Maßnahmen, die die Arbeitszufriedenheit stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Unternehmen sichern.
Einen weiteren Höhepunkt bildete die Ehrung der diesjährigen Botschafter des Familienbündnisses durch die zweite Vorsitzende des Familienbündnisses Birgit Ottens: die energethik Ingenieurgesellschaft (Osnabrück) und die Sievers Group (Osnabrück). Beide Unternehmen überzeugten durch ihr Engagement und sollen anderen Betrieben als inspirierende Beispiele dienen.
48 Re-Zertifizierungen in 2025
Im Laufe des Jahres 2025 wurden weitere 48 Unternehmen erfolgreich rezertifiziert oder haben bereits zum dritten Mal das Zertifikat erhalten.
Auch im kommenden Jahr besteht wieder die Möglichkeit, sich als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifizieren zu lassen. Hinweise zum Bewerbungsverfahren sowie eine Übersicht aller zertifizierten Unternehmen gibt es auf der Homepage des Familienbündnisses: www.familienbuendnis-region-osnabrueck.de