Emsdetten

Smart City: auf dem Weg zur digitalen Stadt

Wann wird eine Stadt intelligent? In Emsdetten lautet die Antwort: Wenn sie das Leben der Menschen verbessert und einfacher macht. Die Digitalisierung um die Bedürfnisse der Menschen herum ist deshalb Kern der Smart City Emsdetten. Das 2024 verabschiedete Strategie-Papier „Ich.Du.Wir.Digital“ soll die Grundlage für „eine nachhaltige und technologisch fortschrittliche Zukunft in Emsdetten“ bilden.

Stellvertretend für das Smart-City-Team nahm Melanie Griese (Mitte) die Auszeichnung als „Echte Glasfaser-Kommune“ entgegen. Foto: Stadt Emsdetten

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Damit aus Ideen am Ende auch konkrete Maßnahmen werden, sind im Strategiepapier sechs zentrale Leitprojekte definiert, von Künstlicher Intelligenz (KI) über Mobilität bis zu digitalen Bürgerservices und der Digitalisierung in Schulen. Viel zu tun ist also.  

Ein eher niedrigschwelliges Angebot bildet eine der Voraussetzungen für die smarte City und ist in Emsdettens Innenstadt bereits seit zehn Jahren verfügbar: das kostenlose WLAN „ems.spot“. Auf öffentlichen Plätzen und in Gebäuden kann das WLAN genutzt werden.  

Mit dem Coworking-Angebot im „Plattendeck Office“ in der Bahnhofstraße bietet Emsdetten zudem einen Ort für Start-ups und die wachsende Digitalszene in der Region. Die alte denkmalgeschützte „Villa Nova“ war einst eine Diskothek und ist heute ein Hotspot für kreative Unternehmen.  

Digitaler Wandel im Rathaus

Im Rathaus setzt sich der digitale Wandel fort. Neben der Einführung eines Gebärdensprach-Avatars auf der städtischen Homepage gehört auch die Entwicklung eines digitalen Stadtplans, der mit der Spielplatzkarte bereits einen ersten Anwendungsfall vorzeigen kann, und die Messung von Verkehrsdaten dazu. „Nachdem wir bereits erste Projekte mit unterschiedlichen Sensoren umgesetzt haben, können wir auf eine gewachsene Infrastruktur aufbauen und gezielt weitere Anwendungsfälle entwickeln“, beschreibt Melanie Griese aus dem Team der Emsdettener Wirtschaftsförderung das städtische Vorgehen. Unter anderem die Visualisierung von Wetter- und Hitzedaten an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet sind in der jüngeren Vergangenheit angegangen und umgesetzt worden. Im Sommer dieses Jahres soll auch eine Überwachung von Pegelständen umgesetzt und visualisiert werden. 

In Emsdetten sieht man die Chancen der Smart City. Neben dem Aufbau einer städtischen Infrastruktur für digitale Anwendungsfälle verweist Griese neben der Verkehrsdatenerfassung auf weitere, bereits umgesetzte Projekte. Dazu gehörten beispielsweise die Erhebung von Mülleimerfüllständen, aber auch die Unterstützung im Winterdienst durch intelligente Sensorik. 

Neben der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen im Leitprojekt „Digitale Bürgerservices“ ist die Nutzung und Einbindung von Künstlicher Intelligenz ein zentrales Thema.  In der täglichen Arbeit der Stadtverwaltung kommt die KI schon zum Einsatz. Seit Februar 2025 nutzt beispielsweise die Vergabestelle die KI-gestützte Software „GovRadar“. 

Für Glasfaserausbau ausgezeichnet

Damit die Smart City funktionieren kann, ist eine stabile Breitbandanbindung unverzichtbar. Die städtische Tochter Stadtwerke Emsdetten baut dazu das Glasfasernetz in Emsdetten aus – Ende 2024 betrug die Netzlänge schon mehr als 800 Kilometer. Dabei wurden bereits sämtliche Gewerbegebiete mit Glasfaser erschlossen und der weitere Ausbau des Netzes in Emsdetten ist längst geplant. Für dieses Engagement wurde die Stadt auf der Messe „Fiberdays 24“ 2024 vom Bundesverband für Breitbandkommunikation als „Echte Glasfaser-Kommune“ ausgezeichnet.

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