PC Consult | Ein Wettlauf gegen Angriffe

In Zeiten der Digitalisierung wird IT immer komplexer. Die Anforderungen wachsen, die Aufgaben werden größer – und darauf reagiert auch das Nordhorner Systemhaus PC Consult. Im Nino-Hochbau hat das 17-köpfige Team um Geschäftsführer Alexander Kuipers seine Heimat. Seit Anfang des Jahres hat sich das Systemhaus mit weiteren Räumen im Gebäude erweitert. Rund 40 Prozent mehr Platz stehe jetzt zur Verfügung, sagt Kuipers. „Und das ist auch nötig.“

Alexander Kuipers, Geschäftsführer PC Consult. Foto: Citadelle Systems AG

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Denn PC Consult, seit 2022 Teil der bundesweiten Citadelle Systems Gruppe, will wachsen, weil Kunden heute viel mehr von einem Systemhaus erwarteten. Neue Technologien, beispielsweise das fast grenzenlose Thema KI, würden immer wichtiger und erforderten mehr Kapazitäten in Nordhorn. „Auch der Anschluss an die Citadelle Gruppe war für uns logisch“, sagt Kuipers. „Wir können so auf einen noch größeren Pool an Experten für alle Themen zugreifen.“ 

Es kann jeden treffen

Natürlich steht seit einigen Jahren vor allem die IT-Sicherheit im Fokus. Die Zahl der Angriffe und die Schadenssummen sind rasend schnell gewachsen. „Größe schützt längst nicht mehr“, betont Kuipers. Kleine Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen, große Konzerne, es spiele keine Rolle. Dank automatisierter Angriffe könne es jeden treffen. „Selbst kleine Angriffe lohnen sich heute.“ Und immer geht es um den unerlaubten Zugriff auf Firmennetzwerke mit dem Ziel, die Systeme der Unternehmen gezielt „abzuschalten“, wie es Kuipers formuliert. „Die Angreifer ermitteln anhand von Kunden- und Auftragsdaten die maximal mögliche Lösesumme und verschlüsseln dann die Unternehmensdaten.“ Fast jeder Geschäftsführer kenne heute jemanden, den es auf diese Weise schon erwischt habe. „Wenn von einer Sekunde auf die nächste die IT weg ist, wird es dramatisch.“  

Und noch immer sind die Wege grundsätzlich die, die schon in der Vergangenheit ein Einfallstor boten. Trojaner. Phishing. Sorglosigkeit. Der unbemerkte Zugriff auf sensible Daten wie Passwörter. Was sich verändert hat, ist die Qualität der Angriffe. In brüchigem Deutsch formulierte Spam-Mails? Die Zeiten sind vorbei. Heute gehe es um manipulierte Rechnungen, um KI-generierte Mails und Anrufe. Hat der Angreifer einen Fuß im System, ist es zu spät.  

Drei Abwehr-Möglichkeiten

PC Consult kennt diese Themen. Und empfiehlt mindestens drei Abwehr-Möglichkeiten. Awareness-Training für Mitarbeitende, also ständige Schulungen und Tests für die sogenannte „human firewall“. Dann natürlich die Multi-Faktor-Authentifizierung, die einen Zugriff nur nach einer zweiten Identitätsprüfung erlaubt. Dritter Faktor ist die Zero-Trust-Methode. Einfach gesprochen: Jede unbekannte Software oder App in einem Unternehmen wird erst einmal verboten. „Da wird sozusagen die Bremse getreten, damit die IT vor Ort oder wir einbezogen werden.“  

Zusätzlich rät Kuipers, Standards einzuhalten. Back-ups beispielsweise. Regelmäßig und geprüft, damit der Datenverlust im schlimmsten Fall überschaubar bleibt und das Unternehmen in seiner Struktur nicht gefährdet ist.  

Katz-und-Maus-Spiel

Die Bedeutung von externen Anbietern wie dem Nordhorner Unternehmen – und hier schließt sich dann der Kreis – wächst. Deshalb müsse auch PC Consult wachsen. „Kaum einer unserer Kunden unterhält eine eigene IT-Abteilung“, weiß Kuipers. Die Zeiten, in denen „ein Kumpel vom Chef“ die IT so nebenher betreute, seien zum Glück auch vorbei. IT sei immer tiefer in die Prozesse von Unternehmen eingedrungen. Störungen hätten mithin direkte Einflüsse auf die Betriebsfähigkeit. „Je mehr Prozesse digital ablaufen, desto mehr tut ein Ausfall weh.“  

Der Grund für die erhöhte Aufmerksamkeit und auch das Wachstum bei PC Consult? IT-Sicherheit ist eine Art Katz-und-Maus-Spiel. Der beste aktuelle Schutz nutze nichts, wenn er nicht ständig angepasst würde. „Irgendwann ergibt sich ein neues Angriffsszenario, das dann neue Lösungen erfordert. Es ist ein Wettrüsten, ganz einfach.“  

Und Kuipers nennt noch eine pikante Herausforderung. Nicht nur Kunden des Systemhauses müssten geschützt werden. Das Systemhaus selbst ist ein potenzielles Opfer – mit Blick auf zahllose Kundendaten vielleicht sogar noch attraktiver. „Wir dürfen nicht Ziel werden“, sagt Kuipers. „Alle Lösungen und Leistungen sind für uns selbst also noch wichtiger.“   

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