Das Unternehmen, das aus mehreren eigenständig agierenden Unternehmen besteht, plant nun umfangreiche Bauprojekte an ihren Standorten im Industriegebiet Brocker Feld in Senden. Mit einer Investition von acht Millionen Euro werde die Standortkapazität erheblich erweitert, wie es bei Wundex heißt. Die Bauarbeiten werden dabei von der Althoff Industrie- und Verwaltungsbau GmbH aus Meschede durchgeführt.
„Wir haben bereits bei der Ansiedlung im Jahr 2016 den Standort strategisch ausgewählt“, so Geschäftsführer Casten Göntgens auf Anfrage von Wirtschaft aktuell. „Mit der unmittelbaren Anbindung an die A43, dem nahegelegenen Bahnhof sowie ausreichend P&R-Parkplätzen ist der Standort verkehrsgünstig gelegen. Insofern war dies auch bei der Entscheidung für die Erweiterungen an den beiden Standorten im Brocker Feld ein wesentlicher Entscheidungsgrund.“
Im Mai 2024 wurde der erste Spatenstich für die Erweiterung der Lagerhalle an der Konrad-Zuse-Straße gesetzt. Bis Ende des Jahres wird die Halle um 1.200 Quadratmeter vergrößert. Ein Autostore mit 13.000 Behältern wird ebenfalls bis Oktober 2025 installiert - errichtet wird hier ein automatisiertes Lager- und Bereitstellungssystem, in dem die Produkte automatisch durch Lagerroboter sortiert, aufbewahrt und kommissioniert werden. Das System wird bereits am Standort in Thüringen von der Firma HOZ Medi Werk, einer Tochtergesellschaft der Wundex Group, genutzt und sorgt für höhere Geschwindigkeit, besseren Materialfluss und gesteigerte Effizienz.
Zudem entsteht an der Marie-Curie-Straße ein modernes Verwaltungsgebäude als Anbau auf zwei Etagen, das bis Juni 2025 fertiggestellt sein soll. Im Erdgeschoss wird ein neues 1A Wundzentrum auf rund 850 Quadratmetern Fläche eingerichtet. Es handelt sich hier um eine ausgelagerte Arztpraxis, die auf die Behandlung von chronischen und schwerheilenden Wunden spezialisiert ist, wie es bei der Wundex Group heißt.
Das Unternehmen will mit der Investition auch das eigene Wachstum unterstreichen. „Die demographische Entwicklung und immer mehr Patienten mit chronischen Wunden begünstigen das starke Wachstum der Wundex Group. Derzeit wachsen wir in allen Geschäftsbereichen wie Pflege, Wundzentren, Logistik, Verwaltung oder Abrechnung“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Peter Orth.
Die Unternehmensgruppe beschäftigt laut eigenen Angaben rund 750 Mitarbeiter und plant bis Ende 2025 auf 1.000 Mitarbeiter zu wachsen. Damit wird die Wundex Group zu einem der größten Arbeitgeber im Kreis Coesfeld.