Landkreis Osnabrück

WissenschaftsPark: „drei Paradebeispiele für das Osnabrücker Startup-Ökosystem

Osnabrück – Die drei jungen Unternehmen iotec (Sensorlösungen), bitnamic (Service-App für mobile Zusammenarbeit) und seedalive (Testung von Keimfähigkeit bei Pflanzensamen), die vor einigen Jahren im Innovationscentrum Osnabrück (ICO) gestartet sind, haben Ende 2022 einen Neubau im WissenschaftsPark bezogen. Den neuen Standort besuchte jetzt Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) und des ICO.

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Auf rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche auf vier Etagen arbeiten die Besitzer der Immobilie iotec und die beiden Mieter bitnamic und seedalive daran, innovative Geschäftsmodelle voranzutreiben. Die unmittelbare Nähe zur Hochschule sei ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Standorts gewesen, so Daniel Mentrup, geschäftsführender Gesellschafter iotec. Auch im Gebäude wird die Kultur der kurzen Wege gepflegt: Technologische Schnittmengen werden genutzt, um Kompetenzen zu bündeln. „Das stellt unter Beweis, wie vorbildlich die Konversion im Wissenschaftspark funktioniert und welchen Mehrwert der Standort für den Wirtschaftsraum Osnabrück schafft“, betonte Bürgermeisterin Pötter. Zugleich stünden die drei Unternehmen beispielhaft für das rege und erfolgreiche Start-up-Ökosystem in Osnabrück.

iotec unterstützt die Automatisierung von Prozessen durch smarte Sensortechnik sowie die Software- und Hardwareentwicklung und Internet of Things. Unter anderem hat das Team eine sensorbasierte Monitoring- und Entscheidungshilfe für den integrierten Pflanzenschutz in Gewächshauskulturen entwickelt, das eine zeitnahe Reaktion auf Schädlingsbefall ermöglicht.

bitnamic hat sich dem Thema Smart Service Lösungen per App verschrieben, die via Augmented Reality (AR) umgesetzt werden. Die bitnamic-Lösungen werden für Schulungen ebenso verwendet wie für Supportleistungen. „Viele Unternehmen sind unterdigitalisiert. Mit AR können wir neue, digitale Geschäftsmodelle entwickeln“, erklärte Rolf Behrens, Geschäftsführer bitnamic.

seedalive entwickelt einen photometrischen Keimfähigkeitsschnelltest für Saatgut, der KI-gestützt ausgewertet wird. „Wir wollen globaler Goldstandard für Saatgutqualität werden“, erläuterte Franziska Gröne, Laborleiterin bei seedalive, das Ziel. Zielgruppe sind die Landwirtschaft sowie Samenbanken, die angesichts von Klimanotstand und Biodiversitätskrise essenzielle Arbeit leisten, wie Professor Klaus Mummenhoff von der Universität Osnabrück darstellte. Der Hochschullehrer ist Erfinder und Mitgründer von seedalive.

Dass sich seedalive bereits auf dem Weg zum Global Playern befindet, sei unter anderem der Netzwerkarbeit der WFO und dem Seedhouse-Netzwerk zu verdanken, so Jens Varnskühler, Geschäftsführer seedalive. Auch iotec ist sich sicher, dass der unternehmerische Werdegang enorm von der Unterstützung im Osnabrücker Umfeld, allem voran durch das ICO, profitiert hat.

„Die drei Unternehmen sind Paradebeispiele für das Osnabrücker Start-up-Ökosystem“, betonte Thomas Büdden, Prokurist des ICO. Die drei Unternehmen sind aus dem Hochschulkontext ausgegründet worden, haben ihre Produkte zeitnah zur Marktreife gebracht und etablieren ihre Innovationen lokal bis international. Bürgermeisterin Pötter zeigte sich beeindruckt von dem Potenzial der abgebildeten Automatisierungsprozesse: „Wir müssen uns auf den Weg machen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Hier finden sich die passenden Lösungen“, betonte sie. Ingmar Bojes, ICO- und WFO-Geschäftsführer, ergänzte: „Dass hier gleich drei ICO-Start-ups unter einem Dach ein neues Zuhause im Wissenschaftspark gefunden haben und hier auch weiterhin untereinander Synergien nutzen, freut mich natürlich ganz besonders.“

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