VR-Bank Westmünsterland und Volksbank Bocholt wollen fusionieren

Bocholt/Coesfeld – Die VR-Bank Westmünsterland und die Volksbank Bocholt wollen zum 1. Januar 2022 fusionieren.

Wie die Institute mittteilen, führen beide Vorstände aktuell konkrete Verhandlungen und arbeiten damit an einer gemeinsamen Zukunft.

Die Vorstände der beiden Banken sind überzeugt, „den Herausforderungen der kommenden Jahre gemeinsam deutlich besser begegnen zu können“, heißt es in der Pressemitteilung. „Der sich wandelnde Kundenbedarf erfordert weiter erhebliche Investitionen in kompetente Mitarbeiter und digitale Lösungen. Gemeinsam können wir hier mehr für unsere Mitglieder und Kunden bewegen“, erläutert Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland.

„Die kooperative Fusion beider wirtschaftlich gut aufgestellten Institute zu einer leistungsstarken Bank mit einer dezentralen Struktur ist eindeutig das von uns favorisierte Modell“, erklärt Franz-Josef Heidermann, Vorstand der Volksbank Bocholt. Er ergänzt: „Dieser Weg verbindet die Vorteile einer lokal agierenden und vernetzten Ortsbank mit der hohen Leistungsfähigkeit einer großen Regionalbank.“

Dementsprechend sei man sich in beiden Häusern über die Prioritäten der gemeinsamen Arbeit einig. Eine starke regionale Präsenz an allen Standorten und die weitere Ausrichtung auf die Geschäftsgebiete mit den Mitarbeitern vor Ort sichere einen engen, persönlichen Kontakt zu den Kunden und schnelle Entscheidungswege. „Gleichzeitig kann jeder Kunde der gemeinsamen Bank auf die Mehrwerte einer großen Bank zurückgreifen, etwa bei Spezialisten in der Beratung und beim Produkt- und Dienstleistungsangebot“, betonen Matthias Entrup und Berthold te Vrügt vom Vorstand der VR-Bank Westmünsterland. „Der gesamten regionalen Wirtschaft und auch den großen Unternehmen wird ein gemeinsames Institut mehr Möglichkeiten in der Zusammenarbeit bieten können.“

So auch bei der Fachkräftegewinnung: „Wir versprechen uns dabei wesentliche Vorteile durch die neue Unternehmensgröße“, so Herbert Kleinmann, Vorstand der Volksbank Bocholt.

Beide Häuser haben nun die Fusionsverhandlungen aufgenommen und legen die Eckpunkte für ein neues gemeinsames Institut im westlichen Münsterland fest. Die Aufsichtsräte haben der Fusion bereits zugestimmt. Die Pläne werden in den kommenden Monaten den Mitgliedervertretern vorgestellt, die dann in jeweils eigenen Vertreterversammlungen über den Zusammenschluss abstimmen.

Die Standortstruktur soll wie bisher beibehalten werden und auch Personalabbau soll es nicht geben, wie eine Sprecherin der VR-Bank Westmünsterland auf Nachfrage von Wirtschaft aktuell bestätigte.

 

Weitere Interessante
Artikel

Greven – Neuansiedlung im AirportPark FMO in Greven: WMK Trading errichtet dort auf einem etwa 25.400 Quadratmeter großen Grundstück an der Joan-Joseph-Fiege-/Ecke Elly-Beinhorn-Straße einen neuen…

Jetzt lesen

Nottuln – Unterschiedliche Sichtweisen zu vereinbaren, ist nicht immer leicht – mit wissenschaftlichem Know-How kann das leichter gehen. Die Nottulner Spedition Giesker & Laakmann hat mithilfe des…

Jetzt lesen

Im Rahmen ihrer Semesterarbeit für die FH Kiel hat unsere Redakteurin Anja Wittenberg das Marketingpotenzial des Wirtschaft aktuell-Podcasts für Unternehmerinnen und Unternehmer beleuchtet. Darüber…

Jetzt lesen