Ziel der Fusion sei die Schaffung einer größeren Regionalbank, die mit ihren Unternehmenskunden wachse und diese bei ihren Herausforderungen auf Augenhöhe begleite. Wie die VR-Bank mitteilte, sind Banken in Deutschland derzeit mehr denn je gefordert, sich an neue Gegebenheiten anzupassen. „Die hohe Innovationsgeschwindigkeit bei digitalen Dienstleistungen und Zahlungsmitteln sowie die Regulatorik nehmen in Banken erhebliche Ressourcen in Anspruch.“ Ein größeres Institut bringe vor diesem Hintergrund „deutliche Effizienzvorteile bei der Bereitstellung dieser Ressourcen“, nannte die VR-Bank einen Grund für die geplante Fusion.
„Bei beiden Instituten handelt es sich um kerngesunde Banken. Wir sind überzeugt, dass die Region und unsere beiden Häuser durch eine Fusion in vielerlei Hinsicht dazugewinnen“, betonen Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, und Marcus W. Leiendecker, Vorstandssprecher der Volksbank Südmünsterland-Mitte, gemeinsam.
Die VR-Bank Westmünsterland hat ihren Hauptsitz in Coesfeld verfügt über Filialen in Borken, Coesfeld, Dülmen, Gescher, Reken, Rosendahl-Holtwick, Stadtlohn, Südlohn, Südlohn-Oeding, Velen und Velen-Ramsdorf. Die Volksbank Südmünsterland-Mitte hat ihren Hauptsitz in Lüdinghausen und betreibt Standorte in Lüdinghausen, Haltern am See und Olfen.
Am Filialnetz beider Banken soll sich durch eine Fusion nichts ändern, wie Düerkop erklärte: „Wir bleiben mit unseren Filialen und KompetenzCentren vor Ort und bauen gleichzeitig unsere telefonische und digitale Erreichbarkeit aus.“ Er ergänzte: „Außerdem gewinnen beide Banken Spezial-Know-how und erweitern ihr Leistungsangebot um neue, innovative Finanzlösungen.“
Auch für die Mitarbeitenden habe das fusionierte Institut erhebliche Vorteile. „Als eine bedeutende Bank in der Region sind wir noch attraktiver – für all unsere heutigen Kolleginnen und Kollegen und für neue Talente. Es ergeben sich vielfältige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten“, erklärte Leiendecker.
Info:
Die gemeinsame Bank hätte eine Bilanzsumme von 4,8 Milliarden Euro und ein Kundengeschäftsvolumen von 10 Milliarden Euro. Für das fusionierte Institut würden 635 Mitarbeitende an 29 Standorten arbeiten. Die Bank würde 71.200 Mitglieder zählen sowie 158.000 Kunden betreuen.