Die Volksbank Gronau-Ahaus konnte den erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz bei Bilanzsumme, Krediten und Einlagen erneut zulegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen stieg um 6,2 Prozent auf fast 3,4 Milliarden Euro und bei den Einlagen gab es einen Anstieg um 6,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.
Wie schon in den Vorjahren verzeichnete die Genossenschaftsbank auch 2022 einen großen Bedarf an Wertpapierberatungen. „Das Jahr war gekennzeichnet von volatilen Märkten und damit verbundenen Wertschwankungen. Gerade in diesem Fall ist eine gute Beratung so wichtig“, betont Vorstandsmitglied Georg Kremerskothen, und Overkamp ergänzt: „Wir stellen dabei eine steigende Nachfrage nach ,grünen‘ Geldanlagen fest. Viele Kunden wollen ihr Geld sinnvoll und langfristig in Anlageformen investieren, die soziale ethisch und ökologische Belange berücksichtigen. Daher bieten wir verstärkt nachhaltige Produktvarianten in Zusammenarbeit mit unseren genossenschaftlichen Verbundpartnern an.“
Weiteres Wachstum erzielte die Volksbank Gronau Ahaus im vergangenen Jahr auch im Bereich Payment: 700 Payment-Terminals (plus fünf Prozent) hat die Volksbank mit ihrem Partner, der VR Payment, bei Händlern in der Region im Einsatz. Rund 113 Millionen Euro (plus 35 Prozent) konnten die Händler mithilfe dieser Terminals entgegennehmen und einbuchen. Die Anzahl der Transaktionen erhöhte sich ebenfalls stark um 36 Prozent auf 1,9 Millionen.
Auch die Sicherheit ihrer Geldautomaten war für die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr ein wichtiges Thema. Obwohl die Volksbank selbst 2022 nicht betroffen war, ist die Zahl der Geldautomat-Sprengungen bundesweit abermals gestiegen. Um potenziellen Tätern die Angriffe zu erschweren, hat die Volksbank ihre Geräte 2022 mit diversen Sicherheits- und Alarmvorkehrungen ausgestattet und die Geldbestände in den Automaten, passend zur generell sinkenden Nachfrage nach Bargeld, reduziert. Darüber hinaus wurde der Zugang zu den SB-Bereichen in der Nacht eingeschränkt. „Unser Ziel ist es, das Risiko für die Anwohner zu minimieren und Sachschaden zu vermeiden“, begründet Overkamp. Grundsätzlich verzichten will die Genossenschaftsbank auf ihre Geldautomaten aber nicht, wie Kremerskothen erklärt: „Trotz der Entwicklung hin zu mehr bargeldlosem Zahlungsverkehr ist ein dichtes Geldautomatennetz in unserer Region weiterhin wichtig. Zudem fungieren unsere Automaten mittlerweile oft als ,Kasse‘, bei der unsere Privat- und Geschäftskunden auch Einzahlungen auf ihre Konten tätigen können.“
Die Geldautomaten sind ein Bestandteil der Omnikanal-Strategie, auf die die Volksbank bereits seit einigen Jahren setzt. „Wir möchten dort für die Kunden da sein, wo sie uns gerade brauchen. Ziel ist es, dass unsere Kunden jederzeit problemlos zwischen den einzelnen Kanälen wie Online, Telefon oder Filiale wechseln können“, erläutert Overkamp. Neben dem Onlinebanking, einer Banking-App und einer eigens eingerichteten Servicefiliale spielen auch die 23 personenbesetzten Filialen dabei nach wie vor eine wichtige Rolle wie Overkamp betont: „Die Filiale bleibt ein fester Bestandteil unserer Kundenkommunikation. Wir passen unser Filialnetz weiter an die Bedürfnisse unserer Kunden an und sichern alle zukunftsfähigen Standorte.“ Zuletzt hat die Genossenschaftsbank vor diesem Hintergrund unter anderem ihre Hauptstelle umgebaut. 150 Mitarbeitenden finden dort seither Platz. Teambüros sorgen für kurze Wege und einen schnellen Informationsaustausch. Bei der Sanierung wurde auf ökologische Baumaterialien geachtet und fast alle Aufträge konnten an ortsansässige Firmen und Handwerksbetriebe vergeben werden.
Mit 35.431 Mitgliedern ist die Volksbank Gronau-Ahaus eine der größten Personenvereinigungen in der Region und blieb auch 2022 bei den Mitgliederzahlen auf Wachstumskurs. 117 neue Mitglieder begrüßte die Bank im vergangenen Jahr. „Für uns ist das ein starker Vertrauensbeweis“, freut sich Overkamp. Die Mitglieder wirken über die gewählten Vertreter an den Entscheidungen der Bank mit und profitieren direkt vom Erfolg der Bank: Im vergangenen Jahr schüttete die Bank 538.755,17 Euro Dividende an ihre Mitglieder aus. 502.000 Euro spendete die Volksbank zudem im Jahr 2022 an soziale Einrichtungen im Geschäftsgebiet. Im Vordergrund standen kulturelle Projekte, Schulen, Kitas und Vereine. So unterstützte die Bank unter anderem die regionalen Tafeln mit einer Spende von 30.000 Euro. Großen Zuspruch habe dabei auch die bankeigene Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ erhalten, wie der Vorstand erklärte.