„Es gibt bereits seit einigen Jahren einen eindeutigen Trend“, erklärte Traud mit Blick auf die starke Zunahme der Karten- und mobilen Zahlungen per Smartphone. Ein digitaler Euro im Sinne von digitalem Geld sei daher grundsätzlich zu befürworten, so Traud. So wie er aktuell vorgeschlagen sei, würde die EZB jedoch in Konkurrenz zu den bewährten und von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten treten. „Das lehne ich in dieser Form ebenso wie die Deutsche Kreditwirtschaft insgesamt ab“, machte Traud deutlich.
Die Trends im täglichen Bezahlverhalten, allen voran der seit Jahren ansteigende Anteil der Kartenzahlungen sowie das Bezahlen mit mobilen Endgeräten, war die thematische Klammer der Beiratssitzung der Sparkasse Westmünsterland. Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme erklärte: „Seit 2019 verzeichnen wir einen Anstieg von 67 Prozent.“
Im Podiumsgespräch gab es einen Überblick über die vielfältigen und alltäglichen Berührungspunkte mit Bezahlverfahren: Horst Beeck, Chief Financial Officer bei Ernsting‘s family in Coesfeld, und Hermann Niemeier, Veranstalter des Musikfestivals Karpaten in Ahaus, berichteten über ihre Erfahrungen und die Entwicklungen bei Kartenzahlungen, die vor allem kontaktlos und mobil erfolgen. Bürgermeister Carsten Hövekamp gab Einblicke in die Digitalisierungsstrategie der Stadt.