Landkreis Emsland

Schifffahrt: Meyer und Everllence kooperieren für Methanol-Umrüstungen

Papenburg – Das Unternehmen für die Reparatur und Modernisierung von Schiffen, Meyer Re aus Papenburg, hat eine strategische Partnerschaft mit Everllence geschlossen, um Kreuzfahrtschiffe auf Methanol-Antrieb umzurüsten. Diese Kooperation stelle einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Branche dar, wie Meyer mitteilte. Meyer Re gehört zum Schiffsbaukonzern der Familie Meyer aus Papenburg. Everllence (früher: MAN Energy Solutions) ist ein Anbieter von Antriebs-, Dekarbonisierungs- und Effizienzlösungen für Schifffahrt, Energiewirtschaft und Industrie.

Meyer Re und Everllence wollen gemeinsam die Umrüstung der Schifffahrt auf Methanol-Antriebe voranbringen. Foto: Everllence

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Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Umrüstung bestehender Everllence-Viertaktmotoren und Schiffe auf umweltfreundlichere Kraftstoffalternativen. Durch die gebündelte Expertise beider Unternehmen soll diese Initiative neue Standards für nachhaltige maritime Betriebsprozesse setzen. 

„Mit dem Abschluss dieser Partnerschaftsrahmenvereinbarung legen wir den Grundstein für eine starke, vertrauensvolle und nachhaltige Zusammenarbeit – einen gemeinsamen Weg in eine grünere Zukunft. Wir bieten unseren Kunden mit unseren Methanol-Retrofit-Paketen eine wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, ihre älteren Motoren auf einen zukunftsfähigen Motorentyp umzurüsten. Gemeinsam mit Meyer Re werden wir nun ein ganzheitliches Konzept zur Umrüstung des gesamten Schiffsystems entwickeln“, erklärte Bernd Siebert, Head of Retrofit & Upgrade bei Everllence. 

Henning Jongebloed, Head of Sales bei Meyer Re, ergänzt: „Die Herausforderungen für Kreuzfahrtschiffe sind erheblich. Die Umrüstung von Kreuzfahrtschiffen ist ein vergleichsweise neues Konzept, da diese Schiffe wie kleine Städte mit komplexen Subsystemen funktionieren. Ein ganzheitlicher Ansatz ist erforderlich – der Austausch eines Motors oder der Wechsel des Kraftstoffs allein reicht nicht aus. Daher ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern entscheidend, um sicherzustellen, dass das gesamte System, einschließlich der Energieerzeugung, reibungslos funktioniert.“ 

Ziel der Partnerschaft sei die Entwicklung einer umfassenden Roadmap, die die technischen und betrieblichen Schritte für den Übergang zu Methanol als primärem Kraftstoff definiert. Dazu gehören die Umrüstung von Schiffen, der Ausbau der Infrastruktur für die Methanolbetankung sowie die Etablierung branchenweiter Sicherheitsstandards und bewährter Verfahren. 

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