Kreis Borken

Restrukturierung: Laudert baut Stellen ab

Vreden – Aufgrund von Auftragsrückgängen will der Mediendienstleister Laudert aus Vreden etwa 50 Vollzeitstellen abbauen. Der Stellenabbau ist Teil eines Restrukturierungsprozesses, zu dem auch die Schließung des Studio-Standortes in Bad Waldsee sowie ein Abbau von Personalkapazitäten in den Offshore-Teams gehören. Bereits im Laufe des Jahres hatte Laudert seinen Standort in Südlohn geschlossen, weil der dort betreute Kunde sein Geschäftsmodell aufgegeben hatte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen aktuell 533 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland.

Im Zuge eines Restrukturierungsprozesses will der Mediendienstleister Laudert Mitarbeitende entlassen und Standorte schließen. Foto: Laudert

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„Die nächsten Monate werden zwar herausfordernd sein, wir schauen aber grundsätzlich sehr zuversichtlich in die Zukunft. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unserem ganzheitlichen Ansatz am Markt ein einzigartiges Leistungsspektrum bieten, in dem der Produkt-Content für alle heutigen und auch zukünftigen Kommunikationskanäle dauerhaft erforderlich sein wird“, so Geschäftsführer Sven Henckel, und der Geschäftsführender Gesellschafter, Jörg Rewer, ergänzt: „Die Gedanken der Gesellschafter und Geschäftsführer sind natürlich sehr bei den Mitarbeitern, die persönlich betroffen sein werden. Dennoch wissen wir aus Erfahrung, dass jede Krise eine Chance birgt, die wir auch jetzt wieder nutzen werden. Mit diesem Vertrauen erhöhen alle Gesellschafter sogar das Eigenkapital. Dies schafft ein noch sichereres Fundament, den Wandel aktiv zu gestalten.”

Zum Hintergrund:
Als Dienstleister für Produkt- und Markenkommunikation ist Laudert neben der Erbringung diverser IT- und Medien-Services unter anderem auf die Erstellung von Produkt-Content (Fotos, Texte, Attribute), beispielsweise zur Nutzung in Online-Shops, spezialisiert. Die Auftragssituation brach nach Angaben des Unternehmens in einzelnen Leistungsfeldern, insbesondere im Bereich der Content-Erstellung, binnen weniger Wochen ein. Auch einige Werbe-Etats, die im Geschäftsfeld Medien avisiert waren, seien storniert worden.

Da die Kunden derzeit nicht einschätzen könnten, wann sich die Situation wieder verbessert, sei Kurzarbeit für den inhabergeführten Dienstleister nicht das geeignete Mittel, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Wir mussten uns vor diesem Hintergrund kurzfristig für ein sicherlich schmerzhaftes Restrukturierungsprogramm entscheiden“, so Geschäftsführer Holger Berthues. „Gleichzeitig sehen wir sowohl in der heterogenen Kundenstruktur als auch im breit gefächerten Portfolio eine große Chance für uns und sind davon überzeugt, gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen.“

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