Podcast-Erfahrungsbericht Eva Räckers: „Für uns war es die perfekte Marketingkampagne“

Borken
Eva Räckers war eine der ersten Interviewpartnerinnen im Wirtschaft aktuell-Podcast. Foto: XBond

Im Rahmen ihrer Semesterarbeit für die FH Kiel hat unsere Redakteurin Anja Wittenberg das Marketingpotenzial des Wirtschaft aktuell-Podcasts für Unternehmerinnen und Unternehmer beleuchtet. Darüber hat sie auch mit Eva Räckers (Geschäftsführerin des Technologiepartners für die Bereiche Fahrzeugbau, Metallverarbeitung und Oberflächenveredelung XBond aus Ahaus-Ottenstein) gesprochen, die eine der ersten Interviewpartner im Wirtschaft aktuell-Podcast war. Warum dieses Format für Räckers so ansprechend war und was ihr der Podcast konkret gebracht hat, verrät sie im Interview.

Frau Räckers, im Premieren-Jahr des Wirtschaft aktuell-Podcasts waren Sie eine der ersten Interviewpartnerinnen. Wie ist die Idee für die Podcast-Folge mit Ihnen überhaupt zustande gekommen?
Die Idee war keine Bauchentscheidung, sondern ist in mehreren Gesprächen mit der Redaktionsleitung und den Marketingverantwortlichen des Wirtschaft aktuell-Verlags entstanden. Ich habe in unseren Gesprächen einfach gemerkt, dass die Wellenlänge mit dem Wirtschaft aktuell-Team absolut stimmt und dass hinter dem Magazin und seinen verschiedenen Kanälen ein großes Marketingpotenzial steckt. Wir haben gemeinsam überlegt, wie sich für beide Seiten eine Win-win-Situation ergibt. Als Unternehmerin möchte ich Kunden, Geschäftspartner und potenzielle neue Mitarbeiter über unser Unternehmen und die Leistungen von XBond informieren. Gleichzeitig möchte ich meine Erfahrungen, die ich beim Generationswechsel in der Geschäftsführung bei XBond gesammelt habe, gerne nach außen tragen. Ich möchte in gewisser Weise als Vorbild und Impulsgeber für andere, die mit dem Gedanken spielen, ein Unternehmen zu übernehmen, dienen. Über solche Themen zu informieren und dabei gleichzeitig zu unterhalten, ist auch ein Anliegen des Wirtschaft aktuell-Verlags. So kamen wir zu dem Ansatz, das im Wirtschaft aktuell-Podcast zusammenzuführen. Entscheidend war für mich aber noch ein weiterer Aspekt.

Welcher?
Ein Podcast ist ideal, um die Emotionen eines Gesprächs zu transportieren. Das fängt bei der Stimme der Teilnehmer an und reicht bis zu kleinen, auflockernden Witzen, die zwischen Moderator und Gast gemacht werden, sowie einem spannenden Content. Wenn diese Mischung stimmt, ergibt sich für die Hörerinnen und Hörer ein authentisches Bild des Podcast-Gastes. Diese Authentizität ist der große Pluspunkt eines Podcasts: Die Nachbereitungsmöglichkeiten sind begrenzt – und damit bleibt auch der Charakter eines Menschen, wie er spricht und sich ausdrückt erhalten. Daher habe ich übrigens auch neuen Kunden und potenziellen Geschäftspartnern, die ich kennengelernt habe, „meine“ Podcast-Folge geschickt mit der Empfehlung, dort hineinzuhören – denn dann wissen sie innerhalb weniger Minuten, wie ich ticke. Es ist praktisch eine Visitenkarte im Audioformat.

Wie haben Sie das Podcast-Interview persönlich erlebt?
Als ein sehr vertrauensvolles, angenehmes und sympathisches Gespräch. Einem Podcast-Gast dieses sichere Gefühl zu geben, ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Interviewer haben sollte. Sich Fragen am Mikrofon stellen zu lassen, ist schließlich nicht das Alltagsgeschäft eines Unternehmers. Daher war ich sehr froh, in einer entspannten Atmosphäre mit Michael Terhörst quatschen zu können – ohne dabei den Fokus auf den Inhalt zu verlieren. Natürlich gibt es auch andere Podcast-Formate, die kritische, spitze Gespräche zum Ziel haben – für mich in meiner Rolle als Unternehmerin und Botschafterin meines Unternehmens wären diese Formate aber weniger zielführend.

Welches Ziel haben Sie denn mit dem Podcast verfolgt?
Mein Ziel war es, neben dem Personal Branding für mich als Unternehmerin vor allem das Unternehmen XBond, unser starkes Team und unsere Entwicklung nach vorne zu stellen. Denn ohne unsere Mitarbeiter gäbe es XBond nicht. Ich wollte im Gespräch zeigen, was das Unternehmen in den vergangenen Jahren für eine rasante Entwicklung gemacht hat, wofür es heute steht und wie ich mir als Nachfolgerin die Zukunft von XBond vorstelle. Das funktioniert am besten übers Storytelling, indem ich meine persönliche Geschichte mit der des Unternehmens verbinde und so indirekt PR-Botschaften sende. Dafür ist Wirtschaft aktuell mit den verschiedenen Medienkanälen genau richtig! Die Vielfalt des Verlags macht Wirtschaft aktuell zu einem tollen Projekt. Angefangen bei der Imagewerbung, den PR-Kampagnen und unserer Kolumne in den Printausgaben über unsere Präsentation in der Sonderpublikation „Marken und Macher“ bis hin zum Podcast-Interview. Und da wir bis dato noch keine richtige Öffentlichkeitsarbeit für XBond betrieben haben, ist Wirtschaft aktuell genau das richtige Medium, um unsere Neuigkeiten auf den verschiedenen Kanälen publik zu machen. Es hat uns aus dem Dornröschen-Schlaf, in dem wir in puncto PR- und Marketingarbeit seit Jahren geschlummert haben, herausgeholt.

Welches Feedback haben Sie auf den Podcast bekommen?
Sehr gutes! Tatsächlich war es eine Art Headhunting-Aktion für XBond. Mich haben viele Anfragen von potenziellen neuen Mitarbeitern erreicht, die neugierig auf meine Arbeitsweise und XBond als Unternehmen geworden sind und sich vorstellen können, bei uns zu arbeiten. Das hat mich sehr gefreut! Für uns war es die perfekte Marketingkampagne! Auch unsere Mitarbeiter haben mir positives Feedback gegeben.

Sie haben den Podcast auch aktiv selbst promotet. Welche Resonanz gab es darauf?
Wir haben den Podcast auf unserem Unternehmenskanal auf Facebook und bei LinkedIn promotet. Diese eigene Promotion über Social Media kann ich jedem empfehlen! Sie ist die perfekte Ergänzung zu der Podcast-Kampagne des Verlags und vergrößert noch einmal die Reichweite. So bin ich zum Beispiel auch auf Studenten aus Münster und Bochum gestoßen, die nun bei uns ihre Abschlussarbeiten im Unternehmen schreiben.

Glauben Sie, dass sich ein Podcast-Interview generell für jeden Unternehmer empfiehlt?
Jain. Auf der einen Seite ist es für jeden Unternehmer ratsam, sich und sein Unternehmen medial zu präsentieren und zu versuchen, eine möglichst große Reichweite zu generieren. Auf der anderen Seite ist nicht jeder Unternehmer der geborene lockere Interviewpartner. Wer ein Podcast-Gespräch ausschließlich dafür nutzen will, um sein Ego aufzupolieren, ohne wirklich interessanten Content für die Hörer zu liefern, dem wird man nicht gerne zuhören. Da ist es umso hilfreicher, wenn ein erfahrener Interviewer und ausgebildeter Journalist, wie es Michael Terhörst beim Wirtschaft aktuell-Podcast ist, den Gesprächspartner mit den richtigen Fragen und Nachhaken wieder auf die richtige Bahn lenken kann. Und: Ein Podcast verpufft nicht mit der Zeit. Er ist jederzeit und beliebig oft abspielbar – also praktisch ein dauerhaft nutzbares Marketinginstrument.

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