Die Windkraftanlage im Kreulkerhok in der Nähe der A31 in Reken gehört nach Angaben der Emergy zu den größten und modernsten ihrer Art. Ihre Nabenhöhe, also der Punkt, an dem die Rotorblätter angesetzt werden, liegt bei 165 Metern, die Gesamthöhe bei 245 Metern.
„Von der ersten Idee an, durch ein aufwendiges Genehmigungsverfahren, mit einen Baubeginn Ende 2022 bis hin zur heutigen Inbetriebnahme hat die Gemeinde Reken bei fachlicher Beteiligung der BBWind dieses anspruchsvolle Windenergieprojekt an den Start gebracht“, blickte Josef Wenning, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und bei der Gemeinde Reken hauptverantwortlich für den Bau der Windenergieanlage, zurück. Somit lagen zwischen der Aufnahme erster konkreter Projektüberlegungen und der Inbetriebnahme weniger als drei Jahre. „Das Projekt ist rekordverdächtig schnell umgesetzt worden und ein echtes Ausrufezeichen für unsere Gemeinde”, freute sich Rekens Bürgermeister Manuel Deitert. Er ergänzte: „Dies war nur möglich, weil alle Partner – unser Bauamt, der Emergy-Verbund, die Genehmigungsbehörde, der Projektentwickler und alle ausführenden Firmen optimal zusammengearbeitet haben.”
Neben den Arbeiten an der Windenergieanlage musste auch das Netz ausgebaut werden – unter anderem mit einer 20KV-Leitung, die ans Umspannwerk in Groß-Reken andockt. „Für uns war der Bau einer solchen Windkraftanlage Neuland und wir sind froh, geeignete Partner aus der Region für den kaufmännischen und technischen Betrieb gefunden zu haben”, zeigte sich Hans-Georg Althoff, der zusammen mit Thomas Abels Geschäftsführer der Gemeindewerke Reken ist, erfreut über die Kooperation mit dem Emergy-Verbund. Die Emergy hat bereits 13 Windkraftanlagen im Windpark „Coesfeld Letter Bruch“ errichtet und in Betrieb genommen. Allen Rekenerinnen und Rekenern stehe es nun offen, den grünen, vor Ort produzierten Strom zu beziehen, wie Abels betonte.
Auch Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken und der Emergy, freut sich über die Kooperation: „Die Zusammenarbeit ist sehr vertrauensvoll. Die Herausforderungen in der Energiewende gehen uns nicht aus und so haben wir perspektivisch viele Themen, die ihren Platz bei den Rekener Gemeindewerken bekommen können. Wie gut unser Modell in die Zeit passt, zeigt auch das neue Bürgerenergiegesetz NRW, das dieser Tage im Entwurf erschienen ist. Darin werden Kommunen ermuntert, sich auch direkt an neuen Windkraftanlagen zu beteiligen. In Reken ist dies bereits mit dem heutigen Tage Realität.”