Münster

LBS Immobilien NordWest sieht Preisanstieg bei Wohnungen und Eigenheimen

Münster - Eine "Trendumkehr" sieht die LBS Immobilien NordWest bei den Preisen für Eigentumswohnungen und Eigenheime in Nordrhein-Westfalen. Anders gesagt: Nach zuletzt niedrigeren Verkaufspreisen steigen die Preise nun wieder. Die Lage habe sich stabilisiert, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Roland Hustert, Geschäftsführer LBS Immobilien NordWest. Foto:LBS Immobilien GmbH NordWest

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Eine Eigentumswohnung kostete in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 168.800 Euro, das sind 1,5 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2023. Im Dezember lag der Preis aber bereits bei 174.400 Euro, so Geschäftsführer Roland Hustert. Bei den Eigenheimen setzte diese Entwicklung etwas verzögert ein, für sie wurden im Schnitt 301.400 Euro bezahlt (- 3,5 Prozent), auch hier ist ab dem Herbst aber eine Entwicklung hin zu höheren Preisen erkennbar. Ausgewertet wurden die laut Notarvertrag tatsächlich gezahlten Kaufpreise.

Noch im vergangenen Herbst hatte das Statistische Bundesamt einen Preisrückgang von fast 10 Prozent im Vorjahresvergleich ermittelt - allerdings von einem Höchststand des Häuserpreisindes im Jahr 2022. Zudem waren die Preise gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen 2010 und 2021 erheblich gestiegen, seitdem aber auch stetig leicht gesunken. Jetzt also eine Stabilisierung, wie es bei LBS Immobilien NordWest heißt. 

Für das laufende Jahr rechnet Hustert mit einem moderaten weiteren Preisanstieg - aus mehreren Gründen: So seien die Finanzierungskosten zuletzt wieder gesunken und die allgemeine Verunsicherung der Interessenten habe sich gelegt. Die im Frühjahr ohnehin höhere Nachfrage treffe zudem auf ein äußerst knappes Neubauangebot: Zuletzt gingen die Baugenehmigungen in NRW um fast 30 Prozent zurück - "diese nicht gebauten Wohnungen werden uns in den nächsten Jahren fehlen und den Druck auf den Gebrauchtmarkt weiter erhöhen", so Hustert.

Spielraum für Preisverhandlungen sieht Hustert allenfalls noch bei den älteren Eigenheimen abseits der Ballungsräume. Ab Energieklasse E und schlechter müsse hier die energetische Modernisierung vom Käufer mit eingepreist werden. Überdurchschnittlich vom Preisrückgang waren allerdings auch die besonders energieeffizienten Objekte der Klasse A betroffen, weil in diesem Segment die Teuerung der vergangenen Jahre besonders hoch ausgefallen war, erläutert Hustert: "Die Gruppe derjenigen, die hohe Preise für aufwändige Objekte zahlen kann, schrumpft."

Insgesamt vermittelte die LBSi NW im vergangenen Jahr 10.703 Wohnimmobilien im Wert von 3 Milliarden Euro in den vier Bundesländern NRW, Niedersachsen, Berlin und Bremen. Sie ist damit nach eigenen Angaben einer der größten Wohnimmobilienmakler in Deutschland.

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