Im Münsterland sei die Erwerbsquote von Frauen immer noch relativ gering, wie Claudia von Diepenbroick-Grüter erklärt. Sie leitet das Kompetenzzentrum Frau und Beruf und betont: „Unser Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen sämtlicher Branchen in der Region bei der Etablierung einer familienfreundlichen Personalpolitik zu unterstützen.“ Dies steigere deren Arbeitgeberattraktivität für weibliche Auszubildende und Mitarbeiterinnen.
Auf der einen Seite gebe es gut ausgebildete, nichterwerbstätige Frauen mit jungen Familien. Auf der anderen Seite suchten kleine und mittlere Unternehmen Personal. Diepenbroick-Grüter: „Auf unseren bisherigen Aktivitäten bauen wir in Verbindung mit regionalen Akteuren und Netzwerken auf, um die Erwerbsquote von Frauen voranzubringen.“
Das Kompetenzzentrum will in den nächsten Jahren neue Instrumente erproben. Fünf Ziele hat sich das Team dabei gesetzt: Unternehmen werden bei der Rekrutierung von Personal unterstützt, Frauen erhalten Informationen über Karriereentwicklung und -förderung, ein Mentoring-Programm und Netzwerkarbeit sollen die familien- und lebensphasenorientierten Unternehmensführung fördern, aus Hilfestellungen zum Diversity-Management wird ein Mentoring-Programm erarbeitet und der Anteil von nachhaltigen und innovativen Gründungen durch Frauen soll erhöht werden. Der 2023 eingeführte Frauen-Wirtschaftstag soll außerdem jährlich fortgeführt werden.