Ziel des Projektes sei es, die Abfalllogistik im innerstädtischen Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Denn im Zuge der Umstellung von Diesel auf das CO2-arme Biogas will Remondis vermehrt auf Biogas-betriebene Abfallsammelfahrzeuge in der Region setzen, von denen bereits seit 2021 einige im Münsterland unterwegs sind.
Thorsten Feldt, Geschäftsführer Remondis Region West, erklärte: „Die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe ist alternativlos, aber auch mit großen Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur verbunden. Ein partnerschaftliches Modell wie hier im Kreis Coesfeld ist zielführend, um diese Zukunftsaufgabe erfolgreich meistern zu können. So können wir mit der Umstellung auf Bio-CNG nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch den Gewerbe- und Industriekunden in der Region eine klimafreundliche Abfuhr ihrer Abfälle anbieten.“
CO2-Menge bleibt konstant
Bei der Produktion von Bio-CNG werde nahezu dieselbe Menge CO2 aufgenommen, die später bei der Verbrennung ausgestoßen wird, wie der Gasehersteller Westfalen AG in einer Pressemeldung erklärte. Die Gesamtmenge an CO2 in der Atmosphäre bleibe durch diesen Kreislauf somit konstant und erhöhe sich nicht.
Für die Stadt Coesfeld stellt das Projekt einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Fascher bei der Einweihung der Tankstelle betonte: „Mit der Eröffnung der Bio-CNG-Tankstelle kommt neben Windkraft und Photovoltaik ein weiterer Baustein für die Stadt Coesfeld dazu, um die Reduktion von CO2-Emissionen zu fördern und die Klimaziele zu erreichen.“
Reichweite bis 800 Kilometer
Mit Reichweiten von bis zu 800 Kilometern eigne sich Bio-CNG insbesondere für leichte und schwere Nutzfahrzeugflotten im Nahverkehr. Dabei unterscheidee sich der Tankvorgang kaum von einer Betankung mit Diesel und dauert genauso lang. „Bio-CNG ist ein alternativer Kraftstoff, mit dem sich ökologische und ökonomische Zielsetzungen sehr gut in Einklang bringen lassen“, erläuterte Andre Stracke, Leiter Mobility bei Westfalen. „Aufgrund der lokalen Produktion fallen auch die Auswirkungen geopolitischer Preisschwankungen, wie wir sie in der Vergangenheit des Öfteren erlebt haben, nicht so stark ins Gewicht, sodass entsprechende Fahrzeuge planbar wirtschaftlich eingesetzt werden können“, ergänzte er.