IHK: Zahl der Ausbilder so hoch wie nie

Münster
Prüfung am PC: IHK-Abteilungsleiter Stefan Brüggemann (stehend) führte mit seinem Team im vergangenen Jahr 1.673 Ausbildereignungsprüfungen durch.

Münster – 1.673 Fachkräfte von Unternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region haben 2021 ihre Ausbilderprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen abgelegt. „Das sind so viele neue geprüfte Ausbilderinnen und Ausbilder wie noch nie in einem Jahr“, freut sich Stefan Brüggemann. Für den Leiter der Abteilung Berufsbildung bei der IHK Nord Westfalen macht dieser Rekord vor allem eines deutlich: „Die Betriebe investieren in die Qualität ihrer Ausbildung.“

Der Grund liegt für Brüggemann auf der Hand. „Wer gut ausbildet, erhöht seine Chancen, qualifizierte Schülerinnen und Schüler für sich zu gewinnen und als Mitarbeiter dauerhaft zu halten“, ist er überzeugt.

Gegenüber 2009, als die zeitweise außer Kraft gesetzte Ausbildereignungsverordnung wieder angewendet werden musste, hat sich die Zahl der Absolventen der IHK-Ausbildereignungsprüfung verdoppelt. Genau 802 Prüflinge waren es damals. „Das heißt, das System der betrieblichen Ausbildung, um das uns viele Länder der Welt beneiden, wird in unserer Region durch neues Fachpersonal weiter gestärkt“, erklärt Brüggemann.

Die Ausbildereignungsverordnung regelt bundeseinheitlich die erforderlichen Qualifikationen der Ausbilderinnen und Ausbilder. „Die Prüfung der Eignung entscheidet auch über die generelle Qualität der Ausbildung und ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses“, betont Brüggemann. Für ihn ist die Ausbildereignungsprüfung deshalb unverzichtbar. Nicht nur für diejenigen im Betrieb, die direkt ausbilden, sondern auch für Führungskräfte generell. Bei IHK-Fortbildungsprüfungen zur Fachwirtin oder zum Industriemeister zum Beispiel ist die Prüfung deshalb fester Bestandteil der Fortbildung.

Angesichts der gestiegenen Anforderungen in der beruflichen Bildung seien berufs- und ausbildungspädagogische Qualifikationen immer wichtiger. „Wer ausbilden will, muss neben der persönlichen und fachlichen Eignung auch über pädagogische, rechtliche, organisatorische, psychologische und methodische Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen“, macht Brüggemann klar. „Die Ausbildereignungsprüfung ist die einzige bundesweit anerkannte Möglichkeit, eine umfassende Qualifikation zur Ausbildung nachzuweisen“, sagt er und betont: „Anders als beim Abitur sind die Prüfungen bundeseinheitlich geregelt.“

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