Laut IHK-Umfrage suchen 61 Prozent der Unternehmen mit offenen Stellen Arbeitskräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung – also zum Beispiel Mechatroniker, Fachinformatiker oder Industriekaufleute. Das ist ein Plus von über dreizehn Prozent im Vergleich zur Umfrage zwölf Monate zuvor. Fast ebenso begehrt sind Fachkräfte mit IHK-Weiterbildungsabschlüssen wie Industriemeister, Fachwirte oder IT-Professionals (56 Prozent). Hier ist die Nachfrage um über sieben Prozentpunkte gestiegen.
„Die Babyboomer kommen ins Rentenalter. Die Unternehmen verlieren mehr und mehr klassisch ausgebildete Beschäftigte“, erläuterte Rüskamp und prognostizierte einen harten Wettbewerb um die besten Köpfe. Wer dabei als Arbeitgeber erfolgreich sein wolle, müsse sich „interessant machen für junge Leute und auf sie zugehen“.
Welche Unterstützungsangebote die IHK dafür zu bieten hat, stellte IHK-Expertin Melanie Vennemann den Unternehmerinnen und Unternehmern im Ausschuss vor. Mit dem Projekt „INA – Impulse zur Nachwuchsakquise und Fachkräftesicherung“ unterstützt die IHK insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Ausbildungsmarketing, Azubi-Recruiting und der Fachkräftebindung. Mit der in diesem Jahr gestarteten bundesweiten Ausbildungskampagne „Jetzt #könnenlernen – Ausbildung macht mehr aus uns“ verfolgt die IHK zudem das Ziel, ein neues Bewusstsein für das Thema Ausbildung zu schaffen und so dabei zu helfen, Betriebe und junge Menschen zusammenzubringen.
Wie das Ausbildungsmarketing bei Ostendorf funktioniert, erläuterte Ausbildungsleiterin Anita Mühlenkamp. Anschließend zeigte Rolf Heiber, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Coesfeld, Wege auf, wie Betriebe Fachkräfte aus dem nicht-europäischen Ausland gewinnen können.