IHK-Regionalausschuss: Krumme übergibt an Rüskamp

Coesfeld
Der langjährige Vorsitzende im IHK-Regionalausschuss für den Kreis Coesfeld, Heinrich-Georg Krumme (rechts), übergab den Staffelstab an seinen Nachfolger, Helmut Rüskamp. | Foto: IHK Nord Westfalen

Dülmen – Der Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen für den Kreis Coesfeld hat eine neue Spitze: Helmut Rüskamp aus Dülmen (Geschäftsführer der SGR GmbH). Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben ihn während der Ausschusssitzung in Dülmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Damit geht eine Ära zu Ende, denn Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland) hat den Ausschuss fast zwei Jahrzehnte geführt.

Bereits vor gut einem Jahr hatte Krumme angekündigt, dass er bei der Wahl zur IHK-Vollversammlung im November des vergangenen Jahres nicht erneut antreten und alle IHK-Führungsämter abgeben werde. Mitte Januar ist Krumme, der rund 18 Jahre IHK-Vizepräsident war, mit großem Dank von IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer aus der Vollversammlung verabschiedet worden. Seit 1996 ist Krumme Mitglied im IHK-Regionalausschuss für den Kreis Coesfeld. 2003 wurde er in die Vollversammlung der IHK gewählt, seit 2004 stand er als Vizepräsident der IHK Nord Westfalen mit an der Spitze der wirtschaftlichen Selbstverwaltung. Seitdem führte er auch den Regionalausschuss für den Kreis Coesfeld.

Der neue Ausschussvorsitzende Helmut Rüskamp würdigte vor allem Krummes Engagement als Mitbegründer, Vorsitzender und Sprecher der Unternehmerinitiative für den Bau der B67n. „Dass dieses wichtige Infrastrukturprojekt des Münsterlandes nun kurz vor der Vollendung steht, hat die Region maßgeblich Ihrem langjährigen Engagement an der Spitze der Unternehmerinitiative zu verdanken“, lobte Rüskamp. Krumme habe seit Gründung der Initiative im Jahr 2004 in zahlreichen persönlichen Gesprächen viele Steine aus dem Weg geräumt und mit dafür gesorgt, dass die Region so geschlossen hinter dem Straßenbauprojekt gestanden habe, wie es heutzutage andernorts kaum noch möglich scheine.

Aber nicht nur für eine leistungsfähige Infrastruktur als Voraussetzung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort habe sich Krumme eingesetzt, betonte Rüskamp. Eine echte Herzensangelegenheit sei für den langjährigen Ausschussvorsitzenden die betriebliche Ausbildung, die Krumme immer als besten Weg zur Fachkräftesicherung beworben und gefördert habe.

Krumme dankte seinem Nachfolger für die Anerkennung seiner Arbeit und betonte, dass die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung, die in langen politischen Debatten endlich durchgesetzt worden sei, nun auch in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler wie auch der Eltern ankommen müsse. „Gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe in unserer Region brauchen vor allem Absolventen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung und weniger Akademiker“, forderte Krumme. Der Mangel an Fachkräften und Bewerbungen für Ausbildungsplätze sei inzwischen das größte Konjunkturrisiko. „Wir müssen alle Wege gehen, um an gute Fachkräfte für unsere Betriebe zu kommen – regional, aber auch international – sonst werden wir unsere wirtschaftliche Erfolgsstory nicht dauerhaft fortschreiben können“, mahnte Krumme für die Zukunft.

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