Der Möbelhersteller hatte aufgrund der sich verändernden Marktsituation im Oktober 2022 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung in zwei Gruppengesellschaften eingeleitet. Im Zuge dessen hatte das Unternehmen rund 200 Mitarbeitende entlassen, die Produktionsstätte in Ahaus-Ottenstein geschlossen und mit dem Standort in Stadtlohn gebündelt sowie sich neu ausgerichtet. Die Komprimierung von insgesamt 340.000 Quadratmetern Produktionsfläche auf eine Fläche von 270.000 sei zwar komplex, aber unumgänglich gewesen und biete jetzt erhebliche Effizienzsteigerungen. Auch die Sortimente wurden bereinigt, die Teams weiterentwickelt, wie hülsta mitteilte. Mitte September hat hülsta außerdem Neuentwicklungen vorgestellt, darunter erstmals eine Küche.
Das Unternehmen erklärte in einer Pressemeldung, dass der Turnaround nun geschafft sei und es hülsta-Geschäftsführer Knecht gelungen sei, „die operative Sanierung der hülsta Werke erfolgreich durchzuführen“. Auf dieser Basis soll das Insolvenzverfahren nun kurzfristig beendet werden. „Seit meinem Eintritt 2019 haben wir hart an hülsta gearbeitet, im Jahr 2020 schwarze Zahlen geschrieben. Die danach folgende, angespannte Lage war unvorhersehbar und hat uns zunächst zurückgeworfen. Doch wir haben die Zeit sinnvoll genutzt, um uns in einem herausfordernden Umfeld strategisch neu und modern aufzustellen. Das war unser erklärtes Ziel“, fasst hülsta-Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht zusammen.
Gleichzeitig sei es aufgrund des „fortdauernd extrem schwierigen Marktumfeldes notwendig, dass der Hauptfinanzierer sein Engagement fortführt und die notwendigen Mittel bereitstellt, um so das Geschäft der Gesamtgruppe künftig weiterzuentwickeln.“ In dem Zuge scheide Knecht als Geschäftsführer nun aus.
Für die Kunden und Geschäftspartner der hülsta werke habe der Wechsel der Verfahrensart keine Auswirkungen. Es gilt weiterhin: Das Verfahren soll nun kurzfristig auf der Grundlage des rechtskräftigen Insolvenzplanes erfolgreich beendet werden.
Operativ nicht mehr nötige Gesellschaften, darunter die hülsta AG & Co. KG, die kein Personal beschäftigen, werden zum Teil über Insolvenzverfahren abgewickelt, teilte hülsta mit.