Hüffer bleibt IHK-Präsident

Coesfeld
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (Mitte) mit dem wiedergewählten IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer (rechts) sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel beim IHK-Jahresempfang im Bildungszentrum der IHK in Münster. Foto: MünsterView/IHK

Münster – Dr. Benedikt Hüffer (56) aus Münster bleibt Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Die IHK-Vollversammlung wählte den Geschäftsführer des Aschendorff Verlags in Münster für drei weitere Jahre zum Sprecher der regionalen Wirtschaft. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der die Festrede beim anschließenden Jahresempfang der IHK mit rund 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hielt, gehörte zu den ersten Gratulanten.

Hüffer ist seit zwölf Jahren Präsident der IHK Nord Westfalen, die rund 150.000 Mitgliedsunternehmen zählt. 2010 wählte ihn die Vollversammlung, in der sich 87 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Münsterland und aus der Emscher-Lippe-Region für die Durchsetzung der Interessen der regionalen Wirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung engagieren, erstmals an die Spitze der IHK. Die Wahlen erfolgen alle drei Jahre.

Bei der Arbeit im Präsidium der IHK Nord Westfalen wird Hüffer unterstützt von zehn Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, von denen acht zudem Sprecherinnen oder Sprecher der gewerblichen Wirtschaft der kreisfreien Städte und der Kreise des IHK-Bezirks sind. Hier gab es personelle Veränderungen, auch weil einige Unternehmerinnen und Unternehmer nach langjähriger Tätigkeit im Präsidium nicht erneut kandidiert hatten. So sind sechs der Vizepräsidentinnen und -präsidenten neu in ihren Ämtern. Zudem stieg die Zahl der Vizepräsidentinnen von drei auf vier.

Wiedergewählt wurden neben Präsident Dr. Benedikt Hüffer (Münster), die Vizepräsidentin Melanie Baum (Marl) sowie die Vizepräsidenten Lars Baumgürtel (Gelsenkirchen), Gustav Deiters (Ibbenbüren) und Michael Radau (Münster). Neu im Präsidium sind die Vizepräsidentinnen Kathrin Gödecke (Bottrop), Isabel Habla (Münster) und Tatjana Hetfeld (Recklinghausen) sowie die Vizepräsidenten Bernd Eßer (Beckum), Helmut Rüskamp (Dülmen) und Carsten Sühling (Bocholt). 

„Es geht jetzt nicht um Umsatzzahlen“

Im Rahmen des IHK-Jahresempfangs nahm Hüffer Stellung zum Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Die Wirtschaft im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region unterstütze alle bisherigen Wirtschaftssanktionen, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. „Wir werden unseren Beitrag leisten“, betonte Hüffer. Er ergänzte mit Blick auf die negativen Auswirkungen der Maßnahmen auf die konjunkturelle Entwicklung: „Die Sanktionen werden auch die Wirtschaft im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region treffen. Aber das müssen wir aushalten, hier geht es um Menschenleben und nicht um Umsatzzahlen.“ Er betonte die Geschlossenheit zwischen Politik und Wirtschaft: „Frieden in Freiheit ist die Grundvoraussetzung für dauerhaft tragfähige Geschäftsbeziehungen und wirtschaftliches Wachstum.“ Die IHK-Organisation koordiniere viele der Hilfstätigkeiten über den DIHK unter dem Hashtag #WirtschaftHilft.

„Die harten Sanktionen gegen Russland werden auch Auswirkungen auf unsere Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen und auf unsere Energieversorgung haben. Der Friede in Europa und die freiheitliche Ordnung waren die Grundlage auch unseres Wohlstandes. Jetzt merken wir: Friede und Freiheit gibt es nicht umsonst. Wir werden alles tun, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Auswirkungen auf die Unternehmen und auf die Arbeitsplätze abzufedern. Den Preis für die Sanktionen muss Putin zahlen, nicht die Menschen und Unternehmen hier bei uns“, machte Ministerpräsident Hendrik Wüst beim IHK-Jahresempfang klar. „Gleichzeitig erleben wir, wie eine Welle der Hilfsbereitschaft und der Solidarität durch Europa geht. Krisen können wir nur gemeinschaftlich bewältigen, wenn Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Hand in Hand gehen. Ich bin dankbar und stolz, Ministerpräsident eines Landes zu sein, das so viel Herz, so viel Engagement zeigt. Mein Dank gilt ausdrücklich auch den Industrie- und Handelskammern für die Koordination von Hilfsangeboten und die Unterstützung der betroffenen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen.“

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