Landrat Schulze Pellengahr machte deutlich, dass Handwerksbetriebe tatkräftig zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Region beitrügen und wünschte ihnen viel Erfolg: „Ich hoffe, dass Ihr Unternehmen so wie diese Bäume kräftig wächst und Früchte trägt. Es freut mich sehr, dass Sie den Schritt hin zum eigenen Unternehmen gemacht haben.“ Dabei unterstrich er die zentrale Rolle des Handwerks für die Zukunftsaufgaben Klimaschutz, Energie- und Mobilitätswende, Wohnungsbau sowie Versorgung der alternden Bevölkerung und die Bedeutung der Fortführung bestehender Betriebe durch Nachfolgerinnen und Nachfolger.
Eine Unternehmensnachfolge sei in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht nachhaltig, so KH-Hauptgeschäftsführer Müller. Die Übernahme eines Betriebes trage zur Schonung von Ressourcen, zum Bestand langjähriger Kundenbeziehungen und zur Weiterentwicklung vorhandener Strukturen bei. Durch eine Übernahme würden Gebäude, Maschinen, Materialien und Einrichtungen meist weiter genutzt, was auch finanziell vorteilhaft sei. Ausbildungs- und Arbeitsplätze blieben in der Regel erhalten. „Nachhaltiges Handeln ist im Handwerk nicht neu. Das wollen wir aber neu bewusst machen“, machte Müller deutlich.
Im vergangenen Jahr wurden von rund 30.000 Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Münster 102 im Rahmen einer Nachfolge übergeben. In den nächsten zehn Jahren stellt sich bei einem Drittel der Betriebe die Nachfolgefrage.
Zu den Jungunternehmern zählten:
- Daniel Rauert, Brockmann Rauert Anlagenbau, Dülmen-Hausdülmen
- Jochen Daume, W. Daume, Stadtlohn
- Matthias Eschhaus, Malerwerkstätten Eschhaus, Nottuln
- Tobias Paul Liebrand, Raumausstattung Koke, Senden
- André Kortmann und Ansgar Bünder, Fliesen Deinken, Lüdinghausen
- Janek Sondermann, Klaus Hericks (SHK), Coesfeld
- Martin Hericks, Hericks Baugesellschaft, Nottuln
- Frederic Bröker, Walter Roters (SHK), Nottuln