Großer Preis des Mittelstandes: Sonderpreis für Terhalle Holzbau

Borken
Josef Terhalle, Geschäftsführer von Terhalle Holzbau (Zweiter von links, hier gemeinsam mit seiner Familie), nahm den Preis als „Premier Finalist“ entgegen. Foto: Boris Löffert

Ahaus – Terhalle Holzbau aus Ahaus-Ottenstein ist beim „Großen Preis des Mittelstands“ als „Premier Finalist“ ausgezeichnet worden. Terhalle ist eines von insgesamt fünf Unternehmen aus Deutschland, die diesen Sonderpreis auf Bundeseben bekommen haben. Geschäftsführer Josef Terhalle nahm den Preis bei der Auszeichnungsfeier in Dresden vor rund 500 Gästen entgegen.

Als Premier Finalist werden Unternehmen ausgezeichnet, die bereits vor mindestens zwei Jahren im Rahmen des „Großen Preis des Mittelstands“ ausgezeichnet wurden und die sich seitdem bedeutend weiterentwickelt haben. Terhalle Holzbau wurde erstmals 2016 für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. 2017 folgte die Auszeichnung als „Finalist“ und 2018 als „Preisträger“. In diesem Jahr wurde Terhalle durch die Stadt Ahaus, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, die Bezirksregierung Münster, Laudert sowie mehrere Abgeordnete des Landtages Nordrhein-Westfalen sowie des Bundestages nominiert. Insgesamt wurden 4.674 kleine und mittelständische Unternehmen sowie wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken von mehr als 1.400 Institutionen für den Wettbewerb nominiert.

Die Unternehmensgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Bauen mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz auszuweiten und somit die Klimaschutzziele zu unterstützen. Terhalle entwickelt unter anderem Gebäude- und Modulbaukomplexe komplett aus Holz in schlüsselfertiger Bauweise. Dieses Verfahren ermöglicht eine hohe Vorfertigung, etwa beim Montieren der selbst produzierten Fenster in die Wandelemente. Dadurch verringern sich die Transportwege, sodass die CO2-Belastung reduziert wird. Dank der vorelementierten Fertigung sei auch der internationale Vertrieb möglich. So wurde 2018 ein Musterhaus in Südkorea errichtet. Auch in den Niederlanden ist das Unternehmen verstärkt unterwegs.

Um das Arbeitsfeld für die Mitarbeiter interessant zu gestalten, wird Jobrotation angeboten. Azubis haben die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum während der Ausbildungszeit zu absolvieren, um sowohl fachliche Erfahrungen zu sammeln als auch persönliche Fähigkeiten zu stärken. Mehr als 15 Auslandsaufenthalte im Rahmen der gewerblichen Ausbildung wurden in den vergangenen Jahren unter anderem in Finnland, Norwegen, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Australien realisiert. Anfang 2020 beteiligten sich zwei Azubis an einem Hilfsprojekt in Guinea.

Unternehmensgründer Josef Terhalle ist Mitbegründer der Zimmerinnung Westfalen. Als Sachverständiger im Zimmererhandwerk und als Restaurator berät und unterstützt er regionale Projekte mit Blick auf Nachhaltigkeit. Für sein Engagement in Ausbildung, Ehrenamt und sozialem Handeln, regional und überregional, wurde Unternehmensinhaber Josef Terhalle mit dem „Bundesverdienstkreuz“ ausgezeichnet.

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