Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Bedeutung von Wasserstoff- und Batterietechnologien für die Region. In Münster entsteht derzeit ein neues Batterieforschungszentrum, das eine entscheidende Rolle für die Weiterentwicklung dieser Schlüsseltechnologie spielen soll. Durch den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen neue Impulse für Unternehmen und Industriebetriebe in der Region geschaffen werden. „Die Entwicklungen im Bereich der Batterietechnologie haben das Potenzial, die gesamte Region nachhaltig zu beeinflussen. Unser Ziel ist es, diese Innovationen auch für Unternehmen in Rheine nutzbar zu machen“, erklärte Niehaus.
Auch das Thema Wasserstoff war ein zentraler Punkt der Diskussion. Als umweltfreundlicher Energieträger biete Wasserstoff großes Potenzial, um die Energiewende auf regionaler Ebene voranzutreiben, heißt es in einer Pressemitteilung der EWG. Insbesondere lokal produzierter grüner Wasserstoff könne Überschussstrom nutzbar machen, Stromengpässe glätten und gleichzeitig Industrie- und Mobilitätslösungen nachhaltiger gestalten. Clustermanager Worrmann von der TFM betonte: „Global konsolidiert sich der Wasserstoffmarkt aktuell und aus zahlreichen Ankündigungen kristallisieren sich die Projekte heraus, die wirtschaftlich tragfähig sind. Für die Region werden das in diesem Jahr unter anderem die ersten H2-Pipelines von GET H2 Nukleus im Münsterland sein.“
Neben dem fachlichen Austausch sei das Treffen auch ein wichtiger Schritt zur stärkeren Vernetzung beider Organisationen gewesen. Die EWG Rheine und die TFM wollen künftig enger zusammenarbeiten, um Unternehmen gezielt bei Innovationsprozessen zu unterstützen. „Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entwicklung müssen Hand in Hand gehen. Durch eine enge Kooperation zwischen Rheine und Münster können wir Synergien schaffen und gemeinsam an zukunftsweisenden Lösungen arbeiten“, fasste Mokdad zusammen.
Die Gespräche sollen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden, um konkrete Kooperationsprojekte zu entwickeln. Insbesondere der Wissenstransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen steht dabei im Fokus. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten könnten so nachhaltige Innovationen gefördert und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt werden, heißt es.