Die Renk Group AG mit Hauptsitz in Augsburg ist ein weltweit aktiver Hersteller von Antriebstechniken in verschiedenen Endmärkten. Das Produktportfolio umfasst Getriebe, Fahrzeugantriebe, Powerpacks, hybride Antriebe, Federungssysteme, Gleitlager, Kupplungen und Prüfsysteme. Das Werk am Standort in Rheine entstand im Jahre 1986 durch die Ausgliederung der Produktbereich „Industrie- und Schiffsgetriebe“ aus Augsburg, in die Renk-Tacke GmbH. 1996 erfolgte dann die vollständige Übernahme der Tacke-Anteile. Am Standort Rheine produziert Renk Kupplungs- und Getriebelösungen aus den Bereichen Energieerzeugung, der Öl-, Gas- und Stahlindustrie sowie der Marinetechnik.
Beim Besuch der EWG Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine gab es Großformatiges zu sehen, wie es in einer Mitteilung der EWG heißt: die weltweit größte Getriebekupplung. Das 144 Tonnen schwere Bauteil wurde von Renk konstruiert und stand zum Abtransport bereit. Andre Neumann (CEO Segment Marine & Industrie Fa. Renk), begrüßte die Vertreter des Stadtkonzerns im modernen Kundenzentrum.
Seit der Fertigstellung im Jahr 2020 sei das Kundenzentrum die zentrale Anlaufstelle für alle Renk-Besuchenden, heißt es. Die neu geschaffenen Räumlichkeiten böten Platz für Besprechungen, Schulungen und Workshops. Außerdem könnten in dem großen Showroom die Produkte und Messemodelle hautnah erlebt werden.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete Neumann vom Börsengang im Februar diesen Jahres, der dem Konzern die Liquidität für die geplanten Investitionen sichere und das Unternehmen so für die Zukunft sehr gut aufstelle. Anschließend stellte Werksleiter Dirk Kremkow den Standort Rheine vor. „Rund 400 der insgesamt über 3.600 Mitarbeitenden sind hier tätig. Nach Augsburg ist Rheine damit der zweitgrößte Standort im Konzern“, hob er die Bedeutung der Niederlassung am Rodder Damm hervor. So sei der Standort Rheine seit 2010 durch Investitionen in Höhe von rund 50 Mio. Euro gestärkt worden. Positiv für die Investitionsentscheidung sei die Möglichkeit gewesen, dass Rheine der einzige RENK Standort deutschlandweit sei, an dem man aufgrund von vorhandenen Flächen noch wachsen könne.
„Die Firma Renk ist ein absolutes Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort Rheine“, machte Lüttmann deutlich. Als Gründungsmitglied im Netzwerk WindWest und als Partner in der Initiative "Rheine - Standort der guten Arbeitgeber“ engagiere sich das Unternehmen seit vielen Jahren am Standort Rheine, die Zusammenarbeit mit Stadt und EWG funktioniere sehr gut.
Ausbildung hat große Bedeutung
Die regelmäßige Teilnahme an der von der EWG organisierten Ausbildungsmesse sei ein weiteres schönes Beispiel der guten Zusammenarbeit. „Wir messen dem Thema Ausbildung eine hohe Bedeutung bei und haben rund 80 % unserer Facharbeiterinnen und Facharbeiter selbst ausgebildet. Aktuell haben wir hier in Rheine 30 Auszubildende“, erläuterte Kremkow. Hier sei die Ausbildungsmesse eine gute Möglichkeit, mit jungen Leuten in den Austausch zu kommen und das Unternehmen zu präsentieren. Zusätzlich sind wir seit Anfang des Jahres gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Schule offizieller Kooperationspartner im IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“. Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann lobte die Partnerschaft zwischen Unternehmen und Schulen und ergänzte, dass auch der Stadt eine moderne Bildungslandschaft wichtig sei und sie aus diesem Grund aktuell massiv in die Rheiner Schulen investiere.
Weitere Themen des Austausches waren die aktuelle Mobilfunksituation, Mobilität in Gewerbegebieten, und eine (nachhaltige) Energieversorgung. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, zu diesen Themen im engen Austausch zu bleiben.