Die Grafschaft ist „Klimaaktive Kommune 2021“

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Stephan Griesehop und Dr. Michael Kiehl (Dritter und Vierter von links) haben den Preis in Berlin entgegengenommen.

Nordhorn/Berlin - Für die Umsetzung des neuen kreisweiten Carsharing-Angebots mit Elektrofahrzeugen hat der Landkreis Grafschaft Bentheim aktuell die Auszeichnung als „Klimaaktive Kommune 2021“ erhalten.

In der vergangenen Woche haben das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik auf der kommunalen Klimakonferenz in Berlin neun Städte, Gemeinden und Landkreise für ihr außerordentliches Klimaschutzengagement geehrt. Der Landkreis Grafschaft Bentheim konnte sich in der Kategorie „Klimafreundliche Mobilität“ durchsetzen. „Wir freuen uns über die Auszeichnung, weil sie deutlich macht, dass wir bei einem der wichtigsten Themen unserer Zeit auf einem guten Weg sind“, betont der Klimaschutzmanager des Landkreises, Stephan Griesehop, der den Preis zusammen mit dem Ersten Kreisrat Dr. Michael Kiehl in Berlin entgegengenommen hat.

Zum Hintergrund: Mit dem „Grafschafter Elektro-Carsharing“ haben der Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen im Frühjahr ein kreisweites Carsharing-Angebot mit Elektrofahrzeugen auf die Beine gestellt. Ziel ist es, vorhandene Mobilitätsdrehscheiben, die sich unter anderem aus der Wiederbelebung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Grafschaft ergeben, weiter auszubauen. „Um die Mobilitätswende bei uns im ländlichen Raum zu schaffen, war die Reaktivierung des SPNV allein nicht ausreichend. Mit unserm flächendeckenden Carsharing-Angebot haben wir nun die letzten verbliebenen Lücken geschlossen“, freut sich Landrat Uwe Fietzek.

In allen sieben Kommunen wurden dafür an besonders verkehrsgünstigen Stellen – zum Beispiel in Bahnhofsnähe – Elektrofahrzeuge stationiert, die nun flexibel gebucht werden können. Die Fahrzeuge laufen zu 100 Prozent auf Ökostrom und im Verbund mit den bereits vorhandenen Fahrradstellplätzen, Elektroladestationen und den optimierten Busfahrplänen in der Region schafft der Landkreis auch im ländlichen Raum klimafreundliche Mobilität. Damit das neue Angebot von den Menschen in der Grafschaft angenommen wird, setzen die Initiatoren auf einen Einstiegstarif ohne Mindestvertragslaufzeit und ohne monatliche Grundgebühr. Dennoch wird sich das neue Angebot zumindest in der Startzeit voraussichtlich nicht eigenwirtschaftlich finanzieren, daher haben die Projektpartner im Vorfeld Fördergelder von der EU eingeworben. In den ersten Jahren soll dann eine gemeinsam kommunale Finanzierung den Betrieb sichern.

Dass das Potenzial des Projektes groß ist, belegt eine Studie, die die Macher im Vorfeld in Auftrag gegeben hatten: Demnach hat zwar fast jeder Haushalt in der Gafschaft ein eigenes Auto, die damit zurückgelegten Wege sind aber eher kurz. Mit anderen Worten: Carsharing kann auch in der Grafschaft eine echte Alternative sein.

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