In den Bildungszentren der Deula finden pro Jahr über 200 Seminare und Kurse im Umgang mit Maschinen und Technik an. Über 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden unter anderem in den Arbeitsfeldern Landwirtschaft, Forsten, Garten und Landschaftsbau, Schweißen, in der Fahrschule sowie im Fachbereich Kraftverkehr und Logistik unterrichtet. In jedem dieser Berufsfelder sei der richtige Umgang mit den Arbeitsgeräten von großer Bedeutung, um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Die über 100 Mitarbeiter der Deula arbeiten selbst auch in anderen Gewerken: In der Küche, im Housekeeping und in der Verwaltung lauern mitunter kleine und große Gefahren, denen die Deula seit Jahren systematisch auf den Grund gegangen ist, um Risiken für ihre Mitarbeiter und Schüler zu minimieren. Für dieses Arbeitsschutzmanagement bekam die Bildungseinrichtung nun ein Zertifikat.
Wenn man, wie die Deula, auch Arbeitsschutz in den unterschiedlichsten Fächern unterrichtet, müsse der Arbeitsschutz im eigenen Betrieb ebenso vorbildlich sein, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung seinen Einsatz für Arbeitssicherheit betont. In dem Bildungszentrum mit seinen unterschiedlichen Arbeitsfeldern auch jenseits des Unterrichts sei Arbeitsschutz stets ein Thema gewesen, erklärt Deula-Geschäftsführer Björn Plaas. Allerdings habe man sich mit Hilfe einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit der Foster Arbeitsschutz GmbH und einer internen Taskforce allen Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes noch einmal intensiver zugewandt: „Bei einem Betrieb unserer Größe wird das Drehen an hunderten von Stellschrauben schnell zur Herausforderung. Vor allem, weil wir die Vielfalt unserer Tätigkeiten und Arbeitsmittel sauber abdecken wollten. Das ganze Thema musste systematisiert werden, damit wir den Überblick behalten und alle Mitarbeiter schnell an die notwendigen Informationen kommen“, erklärt Prokuristin Angela Buhne, die den Arbeitsschutz an der Deula maßgeblich mit gesteuert hat.
Viel Detailarbeit
Um den Arbeitsschutz im Alltag sicher umsetzen zu können, war viel Detailarbeit gefragt: „Alle Beteiligten, also Mitarbeiter, Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsfachkräfte, Betriebsmediziner, der Arbeitsschutzausschuss, der Betriebsrat und die Geschäftsleitung, müssen gemeinsam Lösungen schaffen, Regelungen erarbeiten, kennen und natürlich einhalten. Dafür wurden alle Gefahrenpotenziale und Präventionsmöglichkeiten auf den Prüfstand gestellt, aber auch Dokumentationspflichten beleuchtet“, erläutert Buhne. Geschäftsführer Plaas ergänzt: „Das war ein umfassender Veränderungsprozess, den wir in den letzten Jahren durchlaufen haben. Mir persönlich war es dabei besonders wichtig, dass wir Arbeit und Arbeitsschutz sehr praktikabel verbinden und beides allen Beteiligten so einfach wie möglich machen. Genau das wollen wir ja auch unseren Teilnehmern immer vermitteln.“
Nachdem sie ihre „Hausaufgaben“ im Arbeitsschutz erledigt hatte, hat sich die Deula entsprechend zertifiziert lassen. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat dem Bildungszentrum dabei geholfen, die systematisierten Prozesse mit der entsprechenden DIN-Norm in Einklang zu bringen. Vieles habe man schon richtig gemacht, hieß es von der Berufsgenossenschaft, einiges musste noch verfeinert werden.
Zertifikat gilt drei Jahre
Danach haben zwei vom Einführungsprozess unabhängige Prüfer die Ergebnisse und den Stand des Arbeitsschutzes in einem Audit unabhängig geprüft. Dabei wurden auch die Mitarbeiter befragt, um zu prüfen, ob alle Maßnahmen im Betrieb bekannt sind und umgesetzt werden.
Die Deula darf sich jetzt für drei Jahre „AMS-zertifizierter Betrieb“ nennen. Weil der Arbeitsschutz in einer sich ständig ändernden Arbeitswelt ein kontinuierlicher Prozess ist, wird die Deula künftig regelmäßig geprüft, damit sie in Sachen Arbeitsschutz immer auf dem neuesten Stand bleibt.