Corona-Modellregionen: Vier Kommunen aus dem Münsterland ausgewählt

Ahaus, Münster, Kreis Coesfeld und Kreis Warendorf sind dabei

Münsterland –  14 Regionen hat das Land NRW ausgewählt, damit sie als Modellkommunen erste größere Öffnungen in der Corona-Pandemie ausprobieren können. Der Kreis Borken mit der Stadt Ahaus ist eine von ihnen. Das hat Professor Dr. Andreas Pinkwart, Landesminister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, angekündigt. Landrat Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken) zeigte sich sehr erfreut über diese Entscheidung: „Das vorgelegte Konzept mit vielfältigen digitalen Aspekten, die für verschiedene Lebens- und Arbeitsbereiche eine vorsichtige Lockerung der Corona-Beschränkungen ermöglichen sollen, hat in Düsseldorf offensichtlich überzeugt." Ahaus werde nun in einem ersten Schritt als Pionier vorangehen. Das sei Bestandteil der Bewerbung gewesen und auch abgesprochen.

Eine Ausweitung auf andere Kommunen innerhalb des Kreises Borken wäre in einem Folgeschritt umsetzbar. „Jetzt werden die Fachleute die Köpfe zusammenstecken, um das Vorgehen und erste konkrete Schritte abzustimmen", zeigte der Landrat den weiteren Weg auf.  „Wir freuen uns über diese Entscheidung der Landesregierung und darauf, unsere Innenstadt wieder mehr und vor allem sicher zu öffnen. Wir bleiben vorsichtig – aber wir brauchen auch Perspektiven“, so Bürgermeisterin Karola Voß in einer Pressemitteilung. In den kommenden Tagen werde es nun darum gehen, das Konzept mit dem Land und den Beteiligten final abzustimmen. Über sämtliche Einzelheiten werde die Stadt Ahaus zeitnah berichten. Laut Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums plane die Stadt Ahaus zum Beispiel Öffnungen im Einzelhandel oder der Außengastronomie in abgrenzbaren Bereichen der Innenstadt und setze auf digitale Einlasskontrollen.

Außerdem wurden aus dem Münsterland die Kreise Coesfeld und Warendorf sowie die Stadt Münster ausgewählt. Der Kreis Coesfeld konzipiert Projekte in den Lebensbereichen Sport, Kultur und Außengastronomie, der Kreis Warendorf unter anderem in Einzelhandel sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die wissenschaftliche Begleitung führt ein Team aus Medizinern und IT-Experten. In der Stadt Münster sind digitale, pandemiesichere Konzepte für Zuschauerveranstaltungen in Sport und Kultur geplant. Außerdem soll ein „Digitaler Biergarten“ entstehen. Das teilte das NRW-Wirtschaftsministerium mit.

Alle Kommunen im Münsterland gehören zur ersten Staffel, die am 19. April startet. Die Projekte dürfen allerdings nur dann beginnen, wenn die 7-Tage-Inzidenz in der Kommune unter 100 liegt. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen Experten des RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V. um seinen Präsidenten Prof. Christoph Schmidt, so die Landesregierung. Das Institut stellt ein Team von Big Data Analysten, Ökonomen, Statistikern und Gesundheitsexperten bereit, die mit den wissenschaftlichen Experten der Modellkommunen zusammenarbeiten. Die Begleitung erfolgt zunächst für drei Wochen und wird vom Land finanziert. Danach sollen erste Schlüsse über Erfolge und eventuelle Anpassungsbedarfe sowie eine Weiterführung der Projekte gezogen werden.

 

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