In unmittelbarer Nähe zum St. Agnes-Hospital sollen dort künftig akademische Bildungsangebote für die Gesundheitsversorgung mit praktischer Ausrichtung entstehen. „Wir haben uns dazu entschlossen, die Gesundheitsversorgung im westlichen Münsterland nachhaltig mit qualifiziertem Personal zu stärken, das dringend benötigt wird“, erklärte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung St.-Agnes-Hospital-Bocholt, Klaus Ehling, im Rahmen des Ortstermins. Die Stiftung fördert Projektstellen und eine Stiftungsprofessur, die seit diesem Wintersemester der an der FH Münster neuberufene Professor Dr. Bernhard Eßer innehat.
Die FH Münster (Fachbereich Gesundheit) sowie die Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie Bocholt sollen den künftigen Campus mit den dazugehörigen Lehrinhalten versorgen. Bereits zu diesem Wintersemester sind erste Studierende in die Pilotphase des neuen Bachelorstudiengangs Berufspädagogik im Gesundheitswesen mit der neu eingerichteten Fachrichtung Rettungswesen in Kooperation mit der Feuerwehr Bocholt gestartet. Die Absolventinnen und Absolventen können später an anerkannten Rettungsdienstschulen unterrichten. In Zukunft sollen am neuen Campus zudem einen Bachelorstudiengang Primärqualifizierende Pflege sowie das Weiterbildungsangebot Medical and Health Care Education geben.
„Das Thema Gesundheit hat an der FH Münster in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen“, betonte FH-Präsident Professor Dr. Frank Dellmann. Der Fachbereich Gesundheit habe diese hochschulweite Profillinie maßgeblich mitgestaltet. „Gesundheit ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften wollen wir dem mit unseren Kompetenzen begegnen“, so Dellmann weiter. Mit dem Health Education Campus Westmünsterland wird Bocholt nun zu einem weiteren Studienort der FH-Münster.
Die Planungen für den Health Education Campus Westmünsterland schreiten aktuell voran. Unterstützung aus dem Kreis Borken sicherte auch Landrat Dr. Kai Zwicker im Rahmen des Ortstermins zu: „Das Vorhaben besitzt überregionale Bedeutung. Es wird ein echter Gewinn für das Westmünsterland.“ Und Bocholts Bürgermeister Thomas Kerkhoff ergänzte: „Das Projekt wird weiter wachsen und wir werden es in den kommenden Jahren mit Leben füllen.“