Amprion investiert 350 Millionen Euro in Lingen

Emsland
Vertreter der Stadt Lingen, von Amprion und RWE haben die Eckpunkte für das rund 350 Millionen Euro-Projekt von Amprion im IndustriePark Lingen festgelegt. Foto: Stadt Lingen

Lingen – Rund 350 Millionen Euro will das Unternehmen Amprion im IndustriePark Lingen investieren. Dort soll eine Konverterstation für zwei Offshore-Anbindungssysteme entstehen, die zukünftig den Gleichstrom aus Offshore-Windkraftanlagen von der Nordsee in Wechselstrom umwandelt und direkt in das öffentliche Stromnetz einspeist und weiterverteilt.

Sechs Standorte hatte Amprion im Vorfeld in die nähere Auswahl genommen. Dass die Wahl nun auf Lingen gefallen sei, werteten Oberbürgermeister Dieter Krone und Wirtschaftsförderer Ludger Tieke als „großartige Nachricht für den Wirtschafts- und Energiestandort Lingen“. Auch der Planungs- und Bauausschuss stimmte nun einstimmig für die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans.

Bereits im Vorfeld hatte Krone zusammen mit Stefan Sennekamp und Eric Zieschang von Amprion, Heiko Eisert und Lisa Willnauer von der RWE sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung erstmals die Planungen vorgestellt. Amprion will voraussichtlich 2025 mit dem Bau starten. Im Jahr 2028/2029 will das Unternehmen die neue Konverterstation dann in Betrieb nehmen. Damit bietet Lingen die optimalen Bedingungen zur Produktion von grünem Wasserstoff, ergänzten die Vertreter der RWE.

1,8 Gigawatt grüner Strom landen künftig am Netzknotenpunkt in Lingen und werden damit mehr Leistungskapazität binden als das Kernkraftwerk Emsland mit 1,4 Gigawatt, das 2022 vom Netz geht.

Für Lingen habe dabei die Nähe zur Umspannanlage Hanekenfähr, die Verfügbarkeit von Flächen und die gute Verkehrsinfrastruktur gesprochen, erläuterten die Amprion-Projektsprecher Sennekamp und Zieschang.

Eisert (RWE) ergänzte: „Der Ausbau der Konverterstation ist für die RWE die Grundlage zum Ausbau der Elektrolyse und damit der Produktion von grünem Wasserstoff – in Lingen finden sich damit die besten Voraussetzungen für den Bau eines Elektrolyseurs.“

„Das Zusammenwirken vieler ist hier der Schlüssel zum Erfolg. In Lingen zeigen wir, wie die Energiewende gelingen kann“, betonte Oberbürgermeister Krone.

Auch die Vertreter der Politik, darunter Stefan Wittler, Günter Reppien und Uwe Dietrich als Vertreter des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses sowie Planungs- und Bauausschusses sowie Josef Heskamp und Dirk Wegemann als Vertreter des Bramscher bzw. Darmer Ortsrates begrüßten die Entwicklung am Standort Lingen.

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