Münster

Abschluss-Convention für münsterlandweite Innovations- und Gründer-Förderprojekte

Münster – Was brauchen kleine und mittelständische Unternehmen im Münsterland, um wettbewerbs- und innovationsfähig zu sein? Die Antwort auf diese Frage gaben die beiden Verbundprojekte Enabling Networks Münsterland und Gründergeist #Youngstarts Münsterland bei ihrer gemeinsamen Abschluss-Convention in Münster. Eingeladen hatte dazu der Münsterland e.V., der die Förderprojekte als Leadpartner in den vergangenen drei Jahren koordinierte. Rund 100 regionale Akteure aus Unternehmen, Wirtschaftsförderungen, Hochschulen und Transferorganisationen kamen zusammen, um sich über die Ergebnisse und Erfolge der Förderprojekte auszutauschen und Impulse für die Zukunft mitzunehmen.

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Bei der Convention stellte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. zudem das Integrierte Handlungskonzept mit dem Titel „Transformation Münster.Land“ vor, das in einem regionalen Strategieprozess erarbeitet wurde. Es definiert die Handlungsfelder für die Wirtschaftsregion Münsterland mit dem Ziel, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen im Münsterland langfristig zu stärken und für die Zukunft zu sichern.

Ehling: „Zusammenarbeit spielt bei der bevorstehenden Transformation in unserer Region eine wichtige Rolle. Wir haben erkannt, dass die Kooperation in konkreten Projekten unsere Region vorantreibt, neue Ideen schafft und regionale Netzwerke stärkt. Dies zeigten vor allem die Verbundprojekte Enabling Networks Münsterland und Gründergeist #Youngstarts Münsterland in den Bereichen Innovation und Gründung. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir diese Zusammenarbeit vertiefen und auf alle Handlungsfelder ausweiten.“ Weitere Handlungsfelder aus dem Konzept seien die Digitalisierung, die ökologische Transformation sowie das Regionalmarketing und die Fachkräftesicherung.

Im Verbundprojekt Enabling Networks Münsterland erarbeitete das Projektteam Methoden und Tools, um regionale Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen und bei der Suche nach passenden Technologien zu unterstützen. „Kleine und mittelständische Unternehmen haben oft nicht die Kapazitäten für ein umfassendes Innovationsmanagement, deshalb sind kooperative Unterstützungsangebote in der Region so wichtig“, erläuterte Bernd Büdding, Projektleiter des Verbundprojektes. „So konnten in den fünf Denkfabriken mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, der Forschung und regionalen Netzwerken spannende Ideen entstehen, die zum Teil bereits in der Umsetzung sind.“ Kurzfilme und Talkrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus den fünf Denkfabriken gaben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während der Convention Einblicke in drei Jahre Projektarbeit. Dabei ging es unter anderem um Kreislaufwirtschaft, technologische Lösungen in der Medizin und den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen.

Im Bereich der Gründung und Unternehmensnachfolge erreichte das Verbundprojekt Gründergeist #Youngstarts Münsterland nicht nur potenzielle Unternehmensnachfolgerinnen und Unternehmensnachfolger, sondern auch Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Thema Gründung auseinandersetzten und eigene Gründungsideen entwickelten. Bei der Abschluss-Convention zu Gast war die Schülerin Nour Idelbi. Sie entwickelte in einer der vom Projekt organisierten Start-up-Weeks die Idee einer App, die für mehr Sicherheit auf dem Heimweg sorgt. Innerhalb von zwei Jahren setzte Nour Idelbi ihre Idee um und veröffentlicht die App „SafeSpace“ noch im Januar in den App-Stores.

Beide Förderprojekte zahlten auf die Stärken und Bedarfe des Wirtschaftsstandortes Münsterland ein und stehen für die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist es, mit weiteren Projekten und Maßnahmen das Münsterland als starken Wirtschaftsstandort auf die Landkarte zu bringen“, resümierte Ehling. Die Projekte wurden im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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