Kreis Coesfeld

Geothermie-Großauftrag für Daldrup & Söhne

Ascheberg – Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne aus Ascheberg hat einen Auftrag im „oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich“ gesichert. Das Unternehmen gewann die EU-weite Ausschreibung für einen Geothermie-Großauftrag im oberbayerischen Pullach. Insgesamt sind sieben Geothermiebohrungen vorgesehen. Es handelt sich um das größte Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte.

Daldrup & Söhne hat einen Großauftrag für geothermische Bohrungen erhalten. Foto: Daldrup & Söhne

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Als Generalunternehmer wird Daldrup ab Dezember 2025 für die Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP) über rund zweieinhalb Jahre an den Standorten Pullach Süd und Baierbrunn die Bohrungen zur Gewinnung von Erdwärme aus der Malm-Lagerstätte (Oberjura) abteufen. Je nach Ergebnis werden bis zu drei weitere Bohrungen von Daldrup erstellt. Daldrup erwartet Bohrlängen zwischen 4.000 und 5.100 Meter sowie Temperaturen zwischen 122°C und 142°C.

Die Innovative Energie für Pullach ist eine 100-prozentige Tochter der Gemeinde Pullach. Sie wurde 2002 gegründet, um geothermische Energie zu erschließen und über ein Fernwärmenetz in der Gemeinde zu verteilen.

Blaupause für andere Projekte

Andreas Tönies, Vorstandsvorsitzender der Daldrup & Söhne AG, ordnet das Projekt ein: „Das gewonnene Großprojekt ist nicht nur ein Vertrauensbeweis in die Kompetenzen der Daldrup & Söhne AG, es ist ebenfalls ein Meilenstein für die Wirtschaftlichkeit der Erschließung der Erdwärme in Deutschland. Die hohe Anzahl der Bohrungen an zwei benachbarten Standorten bringt signifikante Effizienzvorteile in den Vorbereitungen, im Projektmanagement und in der Projektausführungen mit sich. Das hat Modellcharakter und kann vielen Kommunen in Süd- und Norddeutschland als Blaupause dienen. Über größere Auftragslose lassen sich durch Synergien die Erschließungskosten senken und so die Geothermie wirtschaftlich noch attraktiver für die Wärmeversorgung gestalten.“
Mit dem Projekt der IEP aus Pullach steigt der Wert des Auftragsbuchs der Daldrup & Söhne AG auf über 130 Millionen Euro. Das Projekte werde „die Entwicklung von Gesamtleistung und EBIT im Konzern in den Jahren 2026, 2027 und 2028 gut unterfüttern“, wie Daldrup & Söhne mitteilt.

Dividendenvorschlag 

Der Vorstand schlägt der ordentlichen Hauptversammlung am 28. August 2025 erstmals seit 2014 wieder die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 Euro pro Aktie aus dem Bilanzgewinn von 1.977.525,80 Euro vor. Bezogen auf den XETRA Jahresschlusskurs 2024 in Höhe von 9,16 Euro entspräche das einer Dividendenrendite von 1,6 Prozent. Die Ausschüttungsquote läge bei 45,4 Prozent. Rund 1,1 Millionen Euro würden auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorstandsvorsitzender Tönies erläutert: „Die Aktionäre der Daldrup & Söhne AG sollen am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens auch wieder über Dividenden partizipieren. Gleichzeitig soll die Finanzkraft des Unternehmens für das weitere Wachstum gestärkt werden. Denn die erwirtschafteten Cashflows wollen wir zu auskömmlichen Renditen nach Bedarf in das weitere Wachstum reinvestieren.“
 

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