MadeByMates | Voller Fokus auf den Online-Handel

Flaschenöffner, Schmuck, Bücher und Textilien. Und auch Pizzaöfen. Im Lager von FulfilledByMates, der auf Logistik und Bestellabwicklung spezialisierten Schwestergesellschaft von MadeByMates, liegen ganz unterschiedliche Produkte. Der Grund dafür: Der Unternehmensverbund übernimmt die Bestellabwicklung für Kunden im Bereich E-Commerce – und betreibt zugleich selbst zwei Onlineshops. Der Fokus auf den Online-Handel ist für MadeByMates Teil einer strategischen Entscheidung. Aus einer klassischen Marketingagentur ist in den vergangenen Jahren ein Anbieter geworden, der sich als Partner für das Komplettpaket aus E-Commerce, Fulfillment und Marketing aufstellen will. Das sei zukunftsfähiger als das klassische Agenturgeschäft, sagt Geschäftsführer Christian Wagner.

Christian Wagner führt die Agentur seit 2022 gemeinsam mit seinem Bruder Bernd Wagner. Foto: MadeByMates

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MadeByMates wurde vor rund 20 Jahren im Münsterland gegründet, hat seit 2023 seinen Sitz in Hagen aTW. Seit 2022 führen die Brüder Christian Wagner und Bernd Wagner die Geschäfte der verbundenen Unternehmen mit insgesamt 20 bis 25 Mitarbeitenden. „Begonnen haben wir mit klassischen Kreativ- und Marketingleistungen“, schaut Christian Wagner heute zurück. „Doch seit der Pandemie haben wir unsere Strategie konsequent auf E-Commerce-Lösungen und Fulfillment ausgerichtet.“  

Der Gedanke dahinter: Der Erfolg eines Onlineshops entscheide sich längst nicht mehr allein über Werbung oder ein ansprechendes Design, wie Wagner beschreibt. Vielmehr geht es um die gesamte Prozesskette – von der technischen Infrastruktur über automatisierte Abläufe bis hin zu Lagerhaltung, Versand und Retourenmanagement. Wer im Online-Handel wachsen wolle, stoße häufig weniger beim Marketing als vielmehr bei den operativen Abläufen an Grenzen, so Wagner. Aufgabe sei es nun, herauszufinden, welche Prozesse ein Unternehmen tatsächlich benötigt, um nachhaltig wachsen zu können.  

Mit steigenden Bestellzahlen wachsen die Anforderungen

MadeByMates und FulfilledBy­Mates richten sich dabei vor allem an Unternehmen im B2C-Bereich, die bereits erste Erfahrungen im E-Commerce gesammelt haben. „Viele unserer Kunden verfügen bereits über einen eigenen Onlineshop, stellen jedoch fest, dass mit steigenden Bestellzahlen auch die Anforderungen an Logistik, Automatisierung und Systemintegration wachsen“, so Wagner. Und diese Kunden suchten nun bewusst einen Partner, der mehrere bislang getrennte Aufgaben übernehme. „Statt verschiedene Dienstleister für Shop-System, Marketing, Lagerlogistik oder technische Schnittstellen zu koordinieren, sollen diese Bereiche gebündelt werden.“ So könnten sich die Unternehmen wieder stärker auf ihre eigentlichen Kernaufgaben wie Produktentwicklung, Einkauf oder Markenführung konzentrieren. „Andere Kunden wollen die Abwicklung auch mit Blick auf eine angespannte Personallage an einen Partner abgeben.“ Und als so ein Partner versteht sich der Unternehmensverbund rund um MadeByMates – und hat deshalb auch diesen Namen gewählt.  

Das Hagener Team kann dabei übrigens auf Erfahrung aus erster Hand zurückgreifen: Zum Unternehmensverbund gehören zwei selbst betriebene Onlineshops. Einer für den Bereich Uhren und Schmuck. Und ein zweiter als Lizenznehmer für Merchandising-Produkte des Bundesnachrichtendienstes (BND). „Den europaweit ausgeschriebenen Auftrag haben wir 2025 gemeinsam mit einer Bremer Agentur gewonnen“, berichtet Wagner. Jetzt gibt es im Shop allerlei Artikel mit BND-Aufdruck.

Eigene Shops dienen als Reallabor

Die beiden Shops dienen zugleich als eine Art Reallabor, in dem Prozesse umgesetzt und im Tagesgeschäft getestet werden. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Pflege von Produktdaten. „Um ein einzelnes Produkt anzulegen, brauchte es bisher 35 bis 45 Minuten“, sagt Wagner. „Dank KI-Unterstützung geht das jetzt binnen weniger Minuten.“ Erfahrungswerte wie diese fließen dann in die Arbeit für Kunden ein. Und in der kennt Wagner durchaus auch die Hürden. „Typisch ist, dass Unternehmen zwar digitale Prozesse etablieren möchten, diese im Alltag aber immer wieder selbst unterbrechen. Ein Beispiel sind nachträgliche Änderungswünsche bei Bestellungen. Wird eine Lieferadresse per E-Mail geändert, muss ein automatisierter Pick-and-Pack-Prozess häufig manuell gestoppt und angepasst werden. Solche Eingriffe kosten Zeit und erhöhen die Fehleranfälligkeit.“   

Hinzu kommen strategische Fragestellungen, die mit zunehmendem Wachstum entstehen: Wann lohnt sich der Aufbau eigener Logistikstrukturen? Ab welcher Versandmenge wird externe Unterstützung wirtschaftlicher? Welche Schnittstellen sind für zusätzliche Verkaufskanäle notwendig? Und wie lässt sich ein Lieferversprechen auch bei steigenden Bestellzahlen zuverlässig einhalten?   

MadeByMates ist bundesweit tätig, begleitet allerdings durchaus auch internationale Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Der Unternehmensstandort spielt aber noch eine ganz eigene Rolle: Nach dem Umzug von Ladbergen nach Hagen aTW im Jahr 2023 stehen dem Unternehmensverbund dort rund 10.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Die Nähe zu Paketdienstleistern und Autobahn ermögliche späte Abholzeiten und kurze Reaktionszeiten im Versand – und das seien Faktoren, die für viele Kunden wichtiger seien als die räumliche Nähe zu einem Dienstleister, wie Wagner betont.   
Mit Blick auf den Strukturwandel sagt Wagner: „Das klassische Agenturgeschäft verändert sich deutlich. Im Marketing sparen Unternehmen heute noch am ehesten, darauf stellen wir uns ein. Deshalb haben wir unser Geschäftsmodell konsequent weiterentwickelt und verbinden heute E-Commerce, Fulfillment und Marketing.“   

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