Münster

Entlastungsprämie stößt bei IHK Nord Westfalen auf Skepsis

Münster - Die von der Bundesregierung beschlossene Entlastungsprämie von 1.000 Euro stößt bei der IHK Nord Westfalen auf Skepsis. „Nach einer mehr als dreijährigen Konjunkturflaute und wachsenden Belastungen unter anderem durch steigende Energie- und Rohstoffkosten haben sehr viele Unternehmen kein finanzielles Polster, um die Entlastungsprämie zu zahlen“, sagte IHK-Präsident Lars Baumgürtel. Er verwies dabei auf Insolvenzzahlen in Rekordhöhe.

Lars Baumgürtel, Präsident der IHK Nord Westfalen. Foto: Mensing/IHK

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Baumgürtel will nun die konkrete rechtliche Ausgestaltung zur Auszahlung der Entlastungsprämie abwarten. „Solange kein fairer, zum Beispiel steuerlicher Ausgleich erkennbar ist, werden viele Unternehmen von der Einmalzahlung Abstand nehmen müssen“.

Der IHK-Präsident empfiehlt der Bundesregierung, analog zur Energiepreispauschale von 2022 zu agieren. „Die Refinanzierung der Energiepreispauschale, die die Unternehmen damals gezahlt haben, erfolgte über die Abgabe der Lohnsteuer“, so der IHK-Präsident. Arbeitgeber konnten die Energiepreispauschale gesondert vom Gesamtbetrag der einzubehaltenden Lohnsteuer entnehmen und an die Arbeitnehmer auszahlen. Schon eine auch nur anteilige Lastenteilung dieser freiwilligen Leistung würde die Bereitschaft zur Auszahlung nach Auffassung des Präsidenten der IHK Nord Westfalen erhöhen.

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