
Aktienmarkt - Rückblick:
In der vergangenen Handelswoche setzte sich der Abschwung an den internationalen Aktienmärkten auf breiter Front fort. Im Vergleich mit dem japanischen Aktienmarkt und der Technologiebörse NASDAQ hielten sich die europäischen Verluste in Grenzen. Dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der DAX seit Beginn des neuen Jahres bereits fast sechs Prozent seines Schlussstandes am Jahresende eingebüßt hat. Zur Verunsicherung der Anleger trugen insbesondere Befürchtungen bei, dass mit dem Auslaufen der Maßnahmen zur Überwindung der Finanzkrise eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt werden könnte. Auch die Probleme des EU-Landes Griechenland wurden mit großer Skepsis aufgenommen. In diesem Umfeld blieben viele positive Unternehmensnachrichten sowie überraschend günstige Konjunkturdaten aus den USA weitgehend unbeachtet.
Aktienmarkt - Rückblick:
Trotz der negativen Vorgaben aus der letzten Handelswoche und der deutlich eingetrübten Charttechnik erscheint das kurzfristig verbleibende Rückschlagpotenzial aufgrund des relativ geringen Abstandes zur nächsten Unterstützung begrenzt. Darüber hinaus könnten nun die Unternehmenszahlen wieder verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Immerhin lagen von den bisher berichteten Ergebnissen der im S&P 500 enthaltenen Gesellschaften nahezu 80 Prozent über, aber nur 13 Prozent unter den Erwartungen, was die beste Konstellation seit dem Jahr 2000 darstellt. Da dies bisher von der Kursentwicklung noch nicht berücksichtigt wurde, besteht hier durchaus eine Grundlage für positive Impulse. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die pessimistische Stimmung an den Aktienbörsen diesen Impulsen nicht ihre Wirkung auf die Aktienkurse raubt.
Der aktuelle Blick auf die Kurse
Helmut Terhörst ist Direktor der Bereiche „Vermögensmanagement“ und „Kommunen & Institutionen“ der Sparkasse Westmünsterland. Er ist Fachmann in Fragen der Vermögensanlage – von der Finanzplanung, dem Anlagemanagement in Wertpapieren und in- und ausländischen Beteiligungsmodellen bis hin zu steueroptimierten Anlagen und Generationenmanagement im Private Banking.
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