May 20, 2013

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Händler blicken nach New York

Die Börse in der 37. und 38. Kalenderwoche

Stadtlohn - Wöchentlich im Wechsel beobachten Experten der National-Bank, der VR Bank Westmünsterland, der PSD Bank sowie der Sparkasse Westmünsterland die Börse für die Wirtschaft-aktuell-online-Leser. Diesmal nimmt Carsten van de Loo, Mitarbeiter der Abteilung Privatkunden - Vermögens- beratung der PSD Bank Westfalen-Lippe eG, das Börsengeschehen unter die Lupe.

Rückblick Aktienmarkt:
Eine relativ ruhige Börsenwoche liegt hinter uns, das lag sicherlich in erster Linie daran, dass es an den Märkten sehr wenig Nachrichten und Impulse gab. So schloss der DAX am Freitag dann nach ruhigem Verlauf bei 6.213 Punkten mit einem Tagesminus von 0,80 Prozent. Der DowJones und der Nikkei schlossen nahezu unverändert. Nach wie vor suchen viele Anleger ihr Heil im Gold, welches diesem weitere Flügel verliehen hat und per Wochenschluss bei 1.274,57 US-Dollar (USD) schloss. Hier ist sicherlich noch weiter Luft nach oben. Deutlich erholt zeigte sich erneut der Euro, welcher nunmehr dauerhaft über der Marke von 1,30 zum US-Dollar lag. Am deutschen Aktienmarkt sorgte in der vergangenen Woche besonders die Nachricht des Übernahmeangriffs des spanischen Bauriesen ACS auf die deutsche Hochtief AG für Aufsehen. Hier bleibt abzuwarten, welche weiteren Übernahmepläne für andere deutsche Titel demnächst dazukommen werden, denn international gelten viele deutsche Titel zurzeit als stark unterbewertet.

Ausblick Aktienmarkt:
In dieser Woche wird der Blick komplett nach New York gerichtet sein, denn richtungsweisend werden die Entscheidungen des Federal Reserve System (FED-Bank) sein. Es ist jedoch kaum davon auszugehen, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik zeitnah lockern wird. Zu unsicher scheint immer noch das Wachstumsszenario in den Vereinigten Staaten. Am Dienstag wird sich das Interesse der Anleger daher vor allem auf die Abschlusserklärung der Notenbanksitzung konzentrieren: Mit Spannung erwarten sie, ob die Zentralbanker wenigstens erklären werden, dass im Notfall die Anleihekäufe ausgeweitet werden. Es kommt darauf an, wie sehr Notenbank-Chef Ben Bernanke davon überzeugt ist, dass die Wirtschaft in den USA weiter schwächelt und ob ein Aufschwung unwahrscheinlich erscheint.
Wenn sich die Notenbanker in der Mehrheit einig werden, wäre somit zumindest die Tür für die Sitzungen im November oder Dezember geöffnet, weitere Schritte einzuleiten - falls sich bis dahin eine stärkere Abschwächung abzeichnet.
Auch bleibt abzuwarten, wie sich die Arbeitslosenzahlen in den USA entwickeln. Hier ist man sicherlich gut beraten vorsichtig optimistisch zu sein, wohingegen wir in Deutschland wieder einmal das Wort „Vollbeschäftigung“ in den Mund nehmen dürfen.
Alles in allem wird diese Woche auch eher seitwärts verlaufen, es sein denn, der DAX knackt nachhaltig sein Jahreshoch von 6.381 Punkten, dann ist die oft beschworene „Jahresendrallye“ noch möglich. Unternehmenszahlen sind diese Woche absolute Mangelware im deutschen Markt. Asien wird ebenfalls im Fokus stehen, denn der Höhenflug des Yen macht vielen Volkswirten sorgen, gleichwohl profitiert der Nikkei in erheblichem Maße von dieser Entwicklung.

Carsten van de Loo
Foto: psd-Bank

Der Börsenfachmann

Carsten van de Loo ist Mitarbeiter der Abteilung Privatkunden - Vermögens- beratung der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. Er ist Fachmann in allen Fragen zur Vermögensverwaltung und berät zu Anlageoptionen, Altersvorsorge und Generationenmanagement unter Berücksichtigung steuerlicher Gesichtspunkte.
 

Montag, 20. September 2010
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