December 5, 2020

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Volksbanken-Fusion: Münster macht den Anfang

Münster – Mit einem deutlichen Votum (93,7 Prozent) haben sich die Mitgliedervertreterinnen und -vertreter der Vereinigten Volksbank Münster auf der Vertreterversammlung im Messe & Congress Centrum Halle Münsterland für die Fusion mit der Volksbank Greven und der VR-Bank Kreis Steinfurt zur neuen Volksbank Münsterland Nord entschieden.

Nach der Vertreterversammlung (von linsk): Dietmar Dertwinkel (Vorstand Volksbank Greven), Hubert Overesch (Vorstand VR-Bank Kreis Steinfurt), Thomas Jakoby (Vorstand Vereinigte Volksbank Münster), Ulrich Weßeler (VR-Bank Kreis Steinfurt), Hans-Jürgen Eidecker (Aufsichtsratsvorsitzender Vereinigte Volksbank Münster), Gerhard Bröcker (Vorstandssprecher Vereinigte Volksbank Münster), Friedhelm Beuse (Vorstand Vereinigte Volksbank Münster), Andreas Hartmann (Vorstand Volksbank Greven)
Foto: Vereinigte Volksbank Münster

„Für das uns entgegengebrachte Vertrauen unserer Vertreterinnen und Vertreter danken wir. Durch den Zusammenschluss mit der VR-Bank Kreis Steinfurt und der Volksbank Greven entsteht, entsprechende Ergebnisse vorausgesetzt, eine der führenden regionalen Genossenschaftsbanken in Deutschland“, betonte Vorstandssprecher, Gerhard Bröcke und er ergänzt: „In unserem weitreichenden Geschäftsgebiet (Anm. d. Red.: Kreis Steinfurt, Teile des Kreises Warendorf und die kreisfreie Stadt Münster) betreuen wir mit unseren mehr als 1.000 Mitarbeitern künftig ein Kundengeschäftsvolumen von 14,2 Milliarden Euro. So sind wir für unsere etwa 140.000 Mitglieder und 280.000 Kunden die Bank unserer Region.“

Auch auf die zu erwartenden Vorteile, die der Zusammenschluss mit sich bringen wird, ging der Vorstandssprecher ein. „Schon die letzte Fusion der Volksbanken aus Münster und Telgte im Jahr 2014 war rückwirkend betrachtet eine echte Erfolgsgeschichte. Beispielsweise haben wir unsere Bilanzsumme von damals 2.036 Millionen Euro in wenigen Jahren um über ein Drittel auf mittlerweile 2.726 Millionen Euro steigern können. Ähnlich tolle Entwicklungen verzeichnen wir auch beim Kundengesamtvolumen und dem Betriebsergebnis. Das zeigt uns, dass wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Kunden den richtigen Weg gegangen sind und frohen Mutes da weitermachen sollten – trotz oder gerade wegen der großen Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld für Banken.“

Die aktuelle Zinslandschaft drücke deutlich auf die Ergebnisse, sodass der für das Jahr 2024 anvisierte Fusionsnutzen immerhin 24 Prozent des Ergebnisses vor Risikovorsorge ausmachen dürfte. Für die zu erwartende Kreditrisikoentwicklung, als volkswirtschaftliche Folge der COVID-19 Pandemie, sei das neue Haus mit einem Eigenkapital von 625 Millionen Euro ebenfalls sehr gut ausgestattet.

In der Folge erläuterte der Vorstandssprecher den Anwesenden den Geschäftsbericht und die Bilanz seines Hauses. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie der weiterhin belastenden Zinslandschaft, haben wir in allen Bereichen ein solides Wachstum gegenüber dem Vorjahr erreicht. Das zeigt sich bei der Steigerung der Bilanzsumme um 204 Millionen Euro auf 2.726 Millionen Euro, dem betreuten Kundengesamtvermögen, das ein Plus von 10,9 Prozent auf 3.474 Millionen Euro aufweist, sowie dem Kundengesamtkreditgeschäft. Hier haben wir vor allem unsere Mittelstands- und Immobilienkunden bei der Finanzierung ihrer Vorhaben unterstützen können und sind da um 5,6 Prozent auf 2.756 Millionen gewachsen“, so Bröker.

Die Vertreter stimmten den notwendigen Satzungsänderungen und Zuwahlen für den künftigen Aufsichtsrat zu. Sie entlasteten zudem einstimmig Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 und billigten die Verwendung des Jahresüberschusses. Eine Dividende wird in diesem Jahr nicht ausgeschüttet – die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Europäische Zentralbank erlauben deutschen und europäischen Banken vorerst keine Dividendenzahlungen.

Über das Ergebnis zeigten sich auch die anwesenden Vorstände der Partnerbanken – deren Abstimmungen noch ausstehen – sehr erfreut. „Wir sind sehr froh, dass der erste Schritt getan ist und blicken umso überzeugter und positiv gestimmt auf unsere Vertreterversammlungen in den nächsten Tagen", betonten die Vorstände der Volksbank Greven und der VR- Bank Kreis Steinfurt (Dietmar Dertwinkel, Andreas Hartmann sowie Hubert Overesch und Ullrich Weßeler) einhellig.

Am heutigen Mittwoch, 22. Juli 2020, findet in Greven und am Donnerstag, 23. Juli 2020, in Rheine die entsprechenden Versammlungen der Partnerbanken statt. Votieren auch bei diesen Zusammenkünften mindestens drei Viertel der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter für die Verschmelzung der drei Geldhäuser, dann wird der Zusammenschluss – rückwirkend zum 1. Januar 2020 – vollzogen.
 

Mittwoch, 22. Juli 2020
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