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Kreis Coesfeld: Start frei für Ökoprofit

Dülmen – Um Umwelt und Klima sowie gleichzeitig den eigenen Geldbeutel zu schonen, machen sich jetzt 13 Unternehmen und Institutionen aus dem Kreis Coesfeld auf den Weg zu mehr „Ökoprofit“. Sie sind Teilnehmer der ersten Runde des gleichnamigen Projektes im Kreis Coesfeld, das nun mit einem Workshop im St. Barbara Haus in Dülmen an den Start gegangen ist.

Die Partner und Teilnehmer des Ökoprofit-Projekt starteten in die erste Runde im Kreis Coesfeld.
Foto: Wittenberg
Ziel von Ökoprofit (ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik) ist es, die Bereiche Energie, Wasser, Abfall, Stoffstromanalyse und Gefahrstoffe in Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren. Das Gemeinschaftsprojekt, das landesweit bereits in mehreren Regionen im Gang ist, setzen das Beratungsunternehmen B.A.U.M Consulting in Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Partnern wie zum Beispiel der wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld oder der Kreishandwerkerschaft Coesfeld im Kreis um. Es ist Teil des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes, für das der Kreis Coesfeld 2012 mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden ist. „In dem Konzept haben wir uns darauf verständigt, Ökoprofit im Kreis Coesfeld zu starten. Voraussetzung war, dass sich mindestens zehn Betriebe anmelden“, erklärte Landrat Konrad Püning.

Wie erfolgreich Ökoprofit bislang ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Bisher haben sich landesweit rund 1.600 Unternehmen an dem Projekt beteiligt und mehr als 197 Millionen Euro in 7.200 Umweltschutzmaßnahmen investiert. „Das hat in der Summe eine Ersparnis von 235.000 Tonnen CO2 ergeben und die Betriebskosten sanken um 65 Millionen Euro pro Jahr“, listete Püning bei der Auftaktveranstaltung auf.

Dieses Ziel verfolgen nun auch die 13 teilnehmenden Betriebe aus dem Kreis Coesfeld in den kommenden zwölf Monaten. In diesem Zeitraum entwickeln sie zusammen mit B.A.U.M. Consulting verschiedene Strategien und Schritte zur Ressourcenschonung. „Gleichzeitig können sich die Teilnehmer in acht halbtätigen Workshops austauschen und erhalten eine individuelle Beratung in ihrem Unternehmen. So entsteht am Ende ein Klimaschutzprogramm für jeden Betrieb“, erklärte Dorothee Meier von B.A.U.M. Consulting. Anschließend erhalten die Unternehmen das Ökoprofit-Zertifikat. „Natürlich können wir mit diesem Projekt nicht die Welt retten, aber wir können lokal in den Betrieben anfangen, ein Umdenken beim Umgang mit Energie zu bewirken. Unser Ziel ist es, Umweltbelastungen zu reduzieren, die betrieblichen Kosten zu senken und Kooperationen zwischen den Unternehmen zu diesem Thema zu fördern“, erläuterte Meier.

Unter den Teilnehmern der ersten Stunde ist zum Beispiel das Autohaus Rüschkamp in Lüdinghausen. „Der Umweltschutz beschränkt sich nicht allein auf den Verkauf von Elektrofahrzeugen, sondern fängt bereits in der Werkstatt an. Daher wollen wir mit Ökoprofit herausfinden, wie wir noch effizienter und umweltschonender arbeiten können“, erklärte Thorsten Kruse, Umweltbeauftragter des Autohauses.

Dass der Umweltschutz auch ein Bildungsauftrag ist, will die Anna-Katharina-Emmerick Grundschule mit Ökoprofit zeigen. „Es ist unsere Aufgabe, den Jüngsten ein nachhaltiges Umweltbewusstsein zu vermitteln. Denn sind Kinder absolute Multiplikatoren, die ihr erlerntes Wissen anwenden möchten. Davon kann auch die ältere Generation profitieren“, betonte Schulleiter Torsten Büscher und er ergänzte: „Nicht zuletzt wollen wir auch den Netzwerkgedanken mit diesem Projekt aufgreifen und frühzeitig Kontakt zu den teilnehmenden Unternehmen aufstellen. Möglicherweise ergeben sich so Kooperationen, von denen die Kinder und die Betrieben profitieren können.“

Die Unternehmen und Einrichtungen, die sich an der ersten Ökoprofit-Runde im Kreis Coesfeld beteiligen, sind: Anna-Katharina-Emmerick-Schule (Dülmen), Berufsfortbildungsstätte Dülmen des Schornsteinfegerhandwerks NRW (Dülmen), Cabrio Bad (Senden), CoeBad (Coesfeld), Elting (Dülmen), Autohaus Rüschkamp (Lüdinghausen), Geodis Logistics (Lüdinghausen), Hagmeister (Nottuln), Gasthaus Eickholt-Schütte (Ascheberg), Klutensee-Bad (Lüdinghausen), Stadtwerke Dülmen, Stift Tilbeck (Havixbeck) und Niehues Hydraulik (Senden).

Info:

Die Ökoprofit-Idee stammt ursprünglich aus Graz. Die bayerische Landeshauptstadt München hat das Konzept mit Unterstützung der Beratungsunternehmen arqum GmbH und B.A.U.M. Consult GmbH auf deutsche Verhältnisse übertragen. Inzwischen haben es mehrere Kommunen umgesetzt. Finanzielle Unterstützung bekommt Ökoprofit in Coesfeld vom NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, von der Sparkasse Westmünsterland sowie die Stadtwerken Dülmen und Coesfeld. Weitere Projektpartner sind die Kreishandwerkerschaft Coesfeld, die Handwerkskammer Münster, die Effizienzagentur NRW, die Bürgermeisterkonferenz Kreis Coesfeld, die Arbeitsgruppe Klimaschutz des Kreises, die Wessling GmbH und die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld.

Von Anja Wittenberg Donnerstag, 5. Juni 2014
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