Bewital expandiert

Südlohn – Bei der Bewital Unternehmensgruppe stehen alle Zeichen auf Expansion: Für den Bereich Petfood erweitert der Hersteller seine Produktion an der Daimlerstraße in Südlohn-Oeding. Den ersten Spatenstich für die neue Investition setzten jetzt Vertreter des Tierfutterherstellers, der Gemeinde und der kooperierenden Unternehmen.

Beim Spatenstich (von links): Ulrike Petershagen (Geschäftsführung), Thomas Schumacher (Betriebsleiter Feuchtnahrung), Jürgen Petershagen (Geschäftsführung), Dieter Robers (Architekt), Jens Böcker (Gala-Bau Vortkamp), Georg Hüning (Sicon Bau GmbH), Christian Vedder (Bürgermeister) und Dr. Jürgen Wigger (Geschäftsführung).
Foto: Bewital

„Wir schätzen die Bewital Unternehmensgruppe und freuen uns sehr, dass das Unternehmen auch im Rahmen des Expansionskurses auf volle Standorttreue zu unserer Gemeinde setzt“, freute sich Bürgermeister Christian Vedder und ergänzte: „Das Unternehmen ist familiengeführt, mittelständisch und bietet gute, nachhaltige Arbeitsplätze. Wenn solche guten Firmen weiter investieren in den Ort, ist das ein tolles Signal, das auch über Südlohn hinaus in die ganze Region strahlt.“

Nachdem Bewital bereits 2015 rund 14 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes Oeding investiert hatte, nimmt das Unternehmen nun noch einmal ein Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro in die Hand. Denn das Werk an der Daimlerstraße platzt bereits aus allen Nähten: „Nach zwei Jahren hatten wir geplant, sieben Personen in der Produktion zu beschäftigen. Ende August waren es allerdings bereits 31 Kolleginnen und Kollegen“, erklärte Dr. Jürgen Wigger, Geschäftsführer der Bewital Unternehmensgruppe. Das Unternehmer erwartet laut eigener Prognosen auch für die Zukunft ein starkes Wachstum im Bereich Heimtiernahrung. So wurde das Unternehmen erst vor wenigen Monaten mit dem Preis für die beste Produkteinführung 2016/2017 im deutschen Fachhandel von der Zeitschrift „pet“ ausgezeichnet.

Auf einer Fläche von insgesamt 5.000 Quadratmetern soll daher nun Platz geschaffen werden, um eine noch größere Vielfalt an Rohstoffen lagern zu können: „Außenstehende mag es überraschen, welche Zutaten heutzutage in der Tiernahrung eingesetzt werden“, so Wigger. „Mittlerweile gehören exotische Fleischsorten wie Känguru ebenso wie Zucchini, Süßkartoffeln oder Cranberries zu den gängigen Rohstoffen.“ Anfang dieses Jahres erhielt Bewital zusätzlich die Zulassung zur Produktion von Bio-Tiernahrung: „Die Bioqualitäten müssen jeweils getrennt gelagert und verarbeitet werden. Auch das hat einen höheren Platzbedarf zur Folge“, ergänzte der Geschäftsführer. Für den Ausbau einer nachhaltigeren und umweltschonenderen Produktion sollen außerdem weitere Verpackungsmaschinen für Standbeutel angeschafft werden. „Diese bieten gegenüber den traditionellen Dosen den Vorteil, dass sie erheblich weniger Abfall verursachen“, erklärte Wigger. „Wir sind stolz, als einer von nur wenigen Herstellern überhaupt in der Lage zu sein, Feuchtnahrung in Vollfleischqualität in portionsgerechte Standbeutel verpacken zu können“, betonte er.

Donnerstag, 12. Oktober 2017