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„WFG hat hervorragende Arbeit geleistet“

Ahaus – „Das Team der WFG hat im vergangenen Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Mit dem personellen Ausbau der Beratung in den Bereichen Breitband, Klimaschutz und Innovation haben wir genau auf die Themen gesetzt, die jetzt aktuell sind.“ Das betonte Dr. Kai Zwicker, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) anlässlich des Jahrespressegesprächs der WFG bei mediaBeam in Ahaus.

Blickten auf das vergangenen Jahr zurück (von links): Jochen Meyer (Geschäftsführer mediaBeam), Landrat Dr. Kai Zwicker, Dr. Heiner Kleinschneider (WFG-Geschäftsführer), Katharina Reinert (Projektleiterin WFG) und Karola Voß (Bürgermeisterin Ahaus).
Foto: Wittenberg

Generell habe sich die Wirtschaft im Kreis im vergangenen Jahr gut entwickelt, wie Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer der WFG, betonte. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten belief sich zum 30. Juni 2015 auf fast 134.600 Personen – ein Anstieg um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist der höchste Wert, der jemals verzeichnet wurde. Das darf uns auch ein wenig stolz machen“, betonte Kleinschneider.

Die WFG habe zu dieser Entwicklung mit ihren Service- und Beratungsangeboten im vergangenen Jahr erheblich beigetragen, fuhr der WFG-Chef fort. Dabei nahm er insbesondere drei Beratungsbereiche in den Fokus. Erstens, die Gründerberatung: „In der Region hat sich eine Stabilität im Gründungsverhalten eingestellt. Aufgrund der guten Konjunktur ist die Zahl der Gründer zwar zurückgegangen, aber die Qualität der Gründungen ist bemerkenswert. Die Selbstständigkeit wird als Chance gesehen, weniger als Risikoinvestition“, erklärte Kleinschneider. Insgesamt 840 gründungsinteressierte Personen nutzten das Angebot der Existenzgründerberatung des bei der WFG angeschlossenen Startcenters NRW. Um die Beratung in diesem Bereich noch intensiver anzugehen, engagiert sich die WFG unter anderem im regionalen Projekt „Gründergeist@Münsterland“.

Zweitens, die Betriebsberatung: In diesem Bereich stand im vergangenen Jahr vor allem die Nachfolge im Vordergrund. „Kinder fallen als die ‚natürlichen‘ Nachfolger in einer Unternehmerfamilie immer öfter weg, weil sie diesen Weg entweder gar nicht einschlagen wollen oder weil sie nicht dazu fähig sind. Daher versuchen wir in unseren Gesprächen, Unternehmer frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren und kooperieren dabei auch mit Bankberatern und Steuerberatern, um die komplette Expertise in diesem Bereich an einen Tisch zu holen“, betonte Kleinschneider. Ein weiteres Themenfeld im Rahmen der Betriebsberatung war die Energie- und Klimaschutzberatung: 2015 startete die fünfte Ökoprofit-Runde im Kreis Borken. Gleichzeitig ist der erste Ökoprofit-Klub mit Landesförderung gegründet worden.

Drittens, die Innovationsberatung: In der Summe hat das WFG-Team 440 mal Unternehmen in diesem Themenfeld beraten. Nach Mechatronik und Bionik war dabei in diesem Jahr vor allem die Robotik ein Schwerpunkt. Die WFG hat unter anderem das Netzwerk „Robotik für KMU“ ins Leben gerufen, in dem sich zehn Unternehmen und zwei Hochschulen engagieren. Das Projekt wird für die kommenden zwei Jahre durch das Förderprogramm Zim-KN des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt. „Im Herbst wollen wir den Bereich Bionik noch einmal intensiver aufgreifen und für ein ähnliches Projekt mit einem Netzwerk aus Unternehmen ebenfalls einen Förderantrag stellen“, informierte Kleinschneider. 55 Gespräche hat die WFG auch geführt, um Unternehmen mit Blick auf verschiedene Wettbewerbe zu unterstützen. Dass die Gespräche Früchte trugen, zeigt die Bilanz des Innovationspreises Münsterland 2015: Gleich zwei Unternehmen aus dem Kreis Borken zählten zu den Preisträgern. Außerdem wurden zwei Betriebe im Rahmen des „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet.

Darüber hinaus beschäftigte sich die WFG im vergangenen Jahr auch wieder mit den „Dauerthemen“ Breitbandausbau und Fachkräftesicherung. Rund 80 Prozent der Haushalte im Kreis Borken verfügen heute über eine Internetverbindung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde – „das sind mehr als im Landesdurchschnitt“, betonte Katharina Reinert, Projektleiterin Infrastruktur bei der WFG. Von den 56 Gewerbegebieten im Kreis verfügen 47 über eine vollständige Glasfaseranbindung. Darüber hinaus wurde 2015 ein Geoinformationssystem entwickelt, das wichtige Eckdaten zur Planung eines flächendeckenden Breitbandnetzes erfasst. „Eine Herausforderung bleibt die Anbindung von den rund 2.800 Landwirten im Außenbereich. Das ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch der Technik – oft gibt es da nur Einzelfalllösungen“, erläuterte Reinert.

Bei der Fachkräftesicherung setzte die WFG mit ihrem zdi-Zentrum, das 2015 in eine neue Förderperiode bis 2018 mit einem Fördervolumen von rund 370.000 Euro aufgenommen wurde, vor allem auf die Nachwuchsförderung im Mint-Bereich (Mathematik, Naturwissenschaft, Technik). „Ziel ist es, noch mehr Unternehmen als Unterstützer für die zdi-Projekte Haus der kleinen Forscher und Robotik-AG zu finden“, betonte WFG-Chef Kleinschneider. Darüber hinaus ist ein Dialog Fachkräftesicherung angelaufen, bei dem sich Entscheider aus der Region über die Nachwuchssuche austauschen können. „Die Veranstaltung ist sehr gut angekommen, sodass wir sie weiterführen wollen“, so Kleinschneider.

Dass die Fachkräftesuche zur echten Herausforderung geworden ist, bestätigte auch Gastgeber Jochen Meyer, Geschäftsführer bei mediaBeam. „Der Markt an IT-Fachkräften ist leer gefegt und die meisten zieht es zunächst in die großen Städte. Daher müssen wir ein besseres Standortmarketing betreiben, um die Region als attraktiven Arbeits- und Wohnort bekannt zu machen“, forderte er. Dem stimmte auch Landrat Zwicker zu: „Wir müssen mehr auf die Vorzüge der Region aufmerksam machen – dabei stehen wir uns mit unserer typisch münsterländischen bescheidenen Art oftmals selbst im Weg.“ Ein erstes Projekt soll in diesem Kontext nun mit einem Film über die digitale Wirtschaft im Westmünsterland mit Unterstützung von Unternehmen aus der Region angeschoben werden.

Von Anja Wittenberg Donnerstag, 7. Juli 2016
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