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Kreissparkasse Steinfurt: mehr Spareinlagen trotz Niedrigzinsphase

Ibbenbüren – Zum Jahreswechsel hat Karl Derikartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt, auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurückgeblickt. Auch wenn die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone „ein wenig abgeklungen“ und das vergangene Jahr ohne große Turbulenzen verlaufen sei, werden ihre Folgen nach Ansicht von dem Sparkassen-Chef noch lange spürbar bleiben. „Die Politik des billigen Geldes mit historisch niedrigen Zinsen hat erhebliche Risiken und unterschiedliche Nebenwirkungen“, betonte Derikartz.

Für alle, die investierten, habe der Niedrigzins Vorteile, für Sparer und Anleger bringe er jedoch eine „schleichende Enteignung“. „Um das zu verhindern, haben wir im vergangenen Jahr neue Anlagen entwickelt und sind bei den Konditionen bis an die Grenzen des Möglichen gegangen“, erklärte Derikartz. Daher hätten Sparer der Kreissparkasse auch 2013 noch einmal mehr Geld anvertraut als im Jahr zuvor, während bundesweit die Sparquote bereits deutlich gesunken sei.

Nach Angaben des Sparkassen-Chefs achten Sparer und Anleger nach wie vor besonders darauf, dass ihr Geld sicher, wertbeständig und flexibel angelegt ist. Nach langen Jahren haben die Sparkassen-Kunden auch erstmals wieder mehr Geld in Aktien und Fondsanteile investiert. Bis einschließlich November sind Wertpapiere für mehr als 106 Millionen Euro geordert worden.

Immer mehr Menschen im Kreis Steinfurt setzen in der Niedrigzinsphase auf „Betongold“. Derikartz: „Niemals zuvor war es so leicht, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen oder das eigene Heim auf Vordermann zu bringen.“ Für den Erwerb von Wohneigentum und Modernisierungsmaßnahmen habe die Kreissparkasse bis einschließlich November neue Kredite in Höhe von mehr als 204 Millionen Euro bereitgestellt. Dieses Rekordvolumen komme vor allem dem Baugewerbe und den Handwerksbetrieben vor Ort zugute. Der Sparkassen-Chef rechnet damit, dass der Boom auch im neuen Jahr weitergehen wird.

Positiv sieht Derikartz die weitere wirtschaftliche Entwicklung auch für die übrigen Branchen in der Region. „Die heimischen Unternehmen sind gut aufgestellt, ihre Auftragslage ist gut und es wird nach wie vor kräftig investiert“, so der Vorstandsvorsitzende. Im vergangenen Jahr hat die Kreissparkasse ihnen für Investitionen wieder neue Darlehen über mehr als 212 Millionen Euro zugesagt. „Damit toppt das Volumen zwar nicht den Rekord aus dem Vorjahr, liegt aber erneut deutlich über dem in all den Jahren zuvor“, berichtete Derikartz. Auch deshalb sei von einer schwächelnden Konjunktur im Kreis Steinfurt nichts zu spüren. „Wenn sich der Aufschwung in der Euro-Zone im neuen Jahr fortsetzt oder gar verstärkt, werden davon gerade auch die Unternehmen im Kreis Steinfurt besonders profitieren“, ist der Sparkassen-Chef überzeugt.

Freitag, 3. Januar 2014
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