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Westfalen AG: „Drei minus“ für 2012

Münster – „In Schulnoten ausgedrückt ist es ganz klar eine ‚Drei minus’.“ So fasste jetzt Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, das Geschäftsjahr 2012 auf der Bilanzpressekonferenz in Münster im Parkhotel Schloss Hohenfeld zusammen. Insgesamt habe sich der Gaselieferant und Tankstellenbetreiber in „einem schwierigen Umfeld gut behauptet“, der Konzerngewinn ging allerdings um rund 30 Prozent zurück.

Zogen Bilanz für 2012 (von links): Dr. Carsten Wilken, Wolfgang Fritsch-Albert und Reiner Ropohl
Foto: Wittenberg
Der Umsatz stieg im Konzern um 88,3 Millionen Euro auf knapp 1,9 Milliarden Euro und in der AG um 81,6 Millionen Euro auf rund 1,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent im Konzern und 4,6 Prozent in der AG. Rückläufig entwickelte sich allerdings der Jahresüberschuss. Er belief sich im Konzern auf 14,6 Millionen Euro (Vorjahr 20,7 Millionen Euro), in der AG wurden 14 Millionen Euro (Vorjahr 23 Millionen Euro) Überschuss erzielt. „Die Geschäftsentwicklung der Westfalen AG für 2012 betrachten wir insgesamt als noch befriedigend. Dass wir die Rekordzahlen von 2011 nicht wiederholen konnten, war zu erwarten. Das Ergebnis fällt geringer aus – ist aber kein bestandsgefährdendes Risiko“, betonte Fritsch-Albert.

Grund dafür sei vor allem die schwächere Entwicklung im Bereich Technische Gase gewesen. „Umsatz und Absatz sanken in diesem Segment, da wir Rückgänge bei Bestandskunden verzeichnet haben. Wir lagen deutlich unter unseren Planungen“, begründete Finanzvorstand Dr. Carsten Wilken. Zudem drückten Sondereffekte wie hohe Reparaturkosten bei einer Luftzerlegungsanlage und globale Versorgungsengpässe bei Flüssighelium das Ergebnis zusätzlich. Positive Impulse erhofft sich der Vorstandsvorsitzende Fritsch-Albert Jahr in diesem Bereich im laufenden Jaht durch das 2012 in Betrieb genommene Gase-Technologiezentrum in Münster. „Damit wollen wir unsere Anwendungstechnik und unseren Kundenservice rund um Gaseversorgungsanlagen ausbauen, um so besser auf den Bedarf reagieren zu können“, erläuterte er.

Im Gegensatz dazu entwickelte sich der Bereich Energieversorgung, ehemals die Sparte Westfalengas, vor allem aufgrund höherer Beschaffungspreise „erfreulich“. „Der Geschäftsverlauf in der klassischen Sparte Westfalengas war nicht zuletzt wegen des langen Winters gut. Dazu beigetragen haben aber auch unsere verstärkten Vertriebsaktivitäten, sodass wir das Segment mit einem deutlichen Plus abschließen konnten. Erstmals haben wir mit dem neuen Bereich Energieversorgung auch Strom und Erdgas vermarktet. Beide Produkte sind zwar ein schwieriges Geschäft für uns, aber wir befinden uns auf der Laufstrecke“, verdeutlichte Fritsch-Albert. Er räumte allerdings ein: „Die Bereitschaft der Kunden, zu anderen Anbietern zu wechseln, ist zurzeit sehr gering, sodass es für uns nicht einfach ist, Neukunden zu gewinnen.“ Aktuell hat die Westfalen AG bereits 1.000 Verträge für Erdgas und Strom mit Kunden abgeschlossen.

Erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein stabiles Ergebnis: Vorstandsvorsitzender Wolfgang Fritsch-Albert
Foto: Wittenberg

„Außer-Haus-Verzehr“ nimmt zu

Ähnlich positiv verlief das Tankstellengeschäft im bisher „teuersten Tankjahr“. Der Kraftstoffabsatz habe sich an den insgesamt 260 Westfalen- und Markant- Tankstellen auf Höhe des Vorjahreswerts bewegt – der Dieselabsatz lag sogar über dem Marktniveau und beim Autogas konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben die Marktführerschaft „trotz massiver Preiskämpfe“ im Segment der Eigenhändler sichern. „Einen wichtigen Beitrag hat zudem das Shopgeschäft geleistet, das erneut deutlich gewachsen ist. Verbraucher kommen nicht mehr nur zum Tanken an die Tankstelle, sondern auch um dort Lebensmittel zu kaufen – der ‚außer-Haus-Verzehr’ nimmt zu“, erklärte Westfalen-Vertriebsvorstand Reiner Ropohl.

Die Westfalen AG hat im vergangenen Jahr aber nicht nur Geld eingenommen, sondern auch kräftig investiert. Mit 49,1 Millionen Euro im Konzern (minus 2,8 Millionen Euro) und 42,8 Millionen Euro (plus 3,4 Millionen Euro) in der AG belief sich die Investitionssumme auf Vorjahresniveau. Der Großteil (36,7 Millionen Euro) entfiel erneut auf den Bereich Gase. Neben dem Gase-Technologiezentrum in Münster und dem Ausbau des Auslandsgeschäftes beteiligte sich das Unternehmen an dem Bau einer eigenen Kohlendioxid-Produktionsanlage in Frankfurt und Lüdinghausen.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr erwarten die Verantwortlichen der Westfalen AG insgesamt „ein stabiles Ergebnis“. „Wir sind nach wie vor positiv gestimmt, allerdings wird es nicht einfach, das Niveau zu halten, da die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren nicht gerade rosig sind. Zwar ist Deutschland insgesamt nicht in der Form von Krise gebeutelt wie andere Länder in der Euro-Zone, aber auch wir müssen aufpassen“, warnte er. Im Blick habe er dabei die Energiepreisentwicklung: „Zu unseren Kunden zählen vor allem energieintensive Industrieunternehmen. Wenn diese wegen hoher Strompreise ins Ausland abwandern, weil sie dort günstiger produzieren können, fehlen sie uns als Abnehmer. Der Energiepreis ist also ein entscheidender Standortfaktor.“

Von Anja Wittenberg Mittwoch, 17. Juli 2013
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