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„Eine goldrichtige Entscheidung“

Senden – Stellvertretend für alle erstmals ausbildenden Unternehmen im Kreis Coesfeld hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen die Neon Lambers GmbH & Co. KG aus Senden öffentlich als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Das Fachunternehmen für Werbeanlagen wird die nächsten drei Jahre Janine Hövener zur Mediengestalterin Digital und Print mit der Fachrichtung Gestaltung und Technik ausbilden.

Bei der Urkundenübergabe (von links): Auszubildende Janine Hövener, Geschäftsführer Hindrik Lambers, IHK-Vizepräsident Heinrich-Georg Krumme und Carsten Taudt (Leiter der IHK-Berufsbildung).
Foto: IHK Nord-Westfalen

Der für den Kreis Coesfeld zuständige IHK-Vizepräsident Heinrich-Georg Krumme beglückwünschte den Betrieb zu seiner Entscheidung. „Besonders in Zeiten des demografischen Wandels ist die Investition in die Ausbildung eines jungen Menschen eine Investition in die Zukunft des Unternehmens und der gesamten Wirtschaft. Die Schaffung einer Ausbildungsstelle ist daher eine goldrichtige Entscheidung“, betonte Krumme bei der Überreichung der offiziellen Urkunde an den Inhaber des Unternehmens, Hindrik Lambers.

Mit Blick auf die Entwicklung der Schulabgängerzahlen appellierte Krumme an alle Betriebe im Kreis Coesfeld, wo immer möglich weitere Ausbildungsplätze zu schaffen. „Die deutlich schrumpfende Zahl der Schulabgänger nach dem doppelten Abiturjahrgang 2013 wird viele Unternehmen vor Probleme bei der Suche nach adäquaten Nachwuchskräften stellen“, so Krumme. Die Wirtschaft brauche qualifizierte Fachkräfte, um sich weiterzuentwickeln.

Nach Angaben der IHK  werden die Schulabgängerzahlen im Kreis Coesfeld 2020 um über 25 Prozent von 3.020 (2011) auf 2.260 zurückgehen. „Das ist der höchste prozentuale Rückgang in Nord-Westfalen. Jedes Unternehmen wird den demografischen Wandel zu spüren bekommen“, betonte der IHK-Vizepräsident und sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung. Zurückhaltung bei der Ausbildung sei daher fehl am Platz.

Montag, 12. September 2011
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