Die Westfalen-Gruppe hat in Steinfurt einen Ladestandort für elektrisch betriebene Lastkraftwagen eröffnet. Der Standort an der Bundesstraße 54 zwischen Münster und den Niederlanden dient als Infrastruktur für den Schwerlastverkehr, um die Dekarbonisierung des Transportwesens zu unterstützen, wie es in einer Mitteilung heißt. Neben den Ladevorrichtungen umfasst die Station ein Bistro- und Shop-Angebot für Nutzer während der Ladezeiten.
Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur kommentierte bei der Eröffnung: „Diesel raus, Strom rein: In Steinfurt zeigt sich, wie die Logistik tankt. E-Lkw sind für immer mehr Spediteure in Nordrhein-Westfalen Praxis. Damit das so bleibt, braucht es solche Ladestandorte als Signal an die Branche: Elektrisch fahren lohnt sich.“ Jesko von Stechow, Finanzvorstand bei Westfalen, ergänzte: „Der neue Ladestandort ist ein Symbol für unsere Transformation, die wir gestartet haben, um unser Unternehmen zu dekarbonisieren und zur Mobilitätswende beizutragen. Wir bauen unser Energie- und Mobilitätsgeschäft aus und schaffen Infrastruktur, die den Wandel im Straßenverkehr möglich macht.“
Ausbau der Ladeinfrastruktur
Das Schnellladenetz der Westfalen-Gruppe umfasst derzeit über 120 Ladepunkte für Pkw. Das Unternehmen betreibt circa 260 Tankstellen, schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Bis zum Jahresende 2026 ist eine Erweiterung des Netzes auf mehr als 150 Schnellladepunkte vorgesehen. Die Station in Steinfurt stellt den ersten Lkw-Ladestandort des Unternehmens dar. Weitere Projekte in Nordrhein-Westfalen befinden sich in der Planung.
Sandra Schütte, Leiterin Mobility bei Westfalen, erläuterte die strategische Ausrichtung: „Im Pkw-Bereich hat sich Elektromobilität etabliert, während der Technologiewandel im Schwerlastverkehr am Anfang steht, doch das ändert sich. Der technische Fortschritt hat Tempo aufgenommen, die Zulassungszahlen bei elektrischen Lkw sind gestiegen und auch die Batteriekapazitäten sowie Reichweiten haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Eine Entwicklung, die wir nun mit einem Ladeangebot unterstützen.“