„Wir versuchen es den Schülerinnen und Schülern möglichst leicht zu machen, indem sie mit ein paar Klicks ein Gespräch mit ihren Wunschunternehmen verabreden können“, betont Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit: „Denn für die Unternehmen hier in der Region ist die Ausbildung, ein Duales Studium oder auch ein Praktikum eine gute Möglichkeit, sich ihre Fachkräfte selber auszubilden.“
Maximal 15 Minuten
Viele der teilnehmenden Unternehmen haben bereits im Sommer bei der Ausbildungsmesse „Azubis werben Azubis“ in Bad Iburg die Chance genutzt, sich an einem Vormittag den Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen vorzustellen. „Bei den Speed-Meetings geht es jetzt in einem nächsten Schritt darum, dass sich beide Seiten in entspannter Atmosphäre und möglichst unverkrampft kennenlernen“, erklärt Mitorganisatorin Annika Witte von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. Ungefähr 15 Minuten sollte ein solches Gespräch dauern. „Mittlerweile haben unsere Schülerinnen und Schüler den Bewerbungsprozess in der Schule gemeinsam mit den für die Berufsorientierung zuständigen Lehrern vorbereitet, insbesondere die Vorstellungsgespräche“, sagt Jan Wessels, Schulleiter der Hermann Freye Gesamtschule.
Win-win-Situation
Gemeinsam mit Dissens Bürgermeister Eugen Görlitz begrüßt er die teilnehmenden Unternehmen sowie die Schülerinnen und Schüler: „Für unsere regionalen Unternehmen hat die Gewinnung von Fachkräften eine immens hohe Bedeutung.“ Solche Speed-Meetings schafften eine Win-win-Situation, weil sowohl Unternehmen als auch die Schülerinnen und Schüler von dieser „immer gut organisierten Veranstaltung“ profitierten, so Görlitz.
Lisa Hövelmeyer, Ausbildungsleiterin bei der Sparkasse Osnabrück, ist beeindruckt, dass eine Bewerberin einen Lebenslauf zum Gespräch mitbringt: „Damit sammelt man auf jeden Fall Pluspunkte.“ Die sammelt auch Mirco bei Sabine Michalick: „Er erzählt selbstbewusst von seinem großen Engagement in der Schule. Und hat sich sogar auf unserer Webseite über unser Unternehmen informiert.“ Michalick bietet dem 16-Jährigen einen Probearbeitstag an. „Es soll ein gegenseitiges Kennenlernen sein, um die Berufseignung zu sehen und vordergründlich Gelegenheit geben, schon einmal vor Ausbildung unsere Firma kennen zu lernen. Unter anderem bearbeiten unsere 13 Azubis zusammen unseren Social-Media-Auftritt bei TikTok. Und das machen sie richtig gut“, so Michalick.