Kreis Steinfurt

Rheine war Ziel eines Austauschtreffens des Zukunftsnetz Mobilität NRW

Rheine - Das Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM) ist ein kommunales Unterstützungsnetzwerk, das sich auf die Fahne geschrieben hat, Kommunen bei der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsangebote zu begleiten. Der Landesfachausschuss Stadt- und Dorfentwicklung innerhalb des ZNM organisiert einmal jährlich ein Austauschtreffen, bei dem Expertinnen und Experten aktuelle Themen der Stadt- und Quartiersentwicklung diskutieren - diesmal in Rheine.

Das Europa-Viertel am Waldhügel in Rheine war Ziel eines Austauschtreffens. Mit dabei waren von links: Jennifer Matthäus (NRW.urban), Josefine Droste (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD)), Michael Wolters (Mobilitätsmanager Stadt Rheine), Thomas Klinger (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)), Marius Reißner, Heiko Appelbaum, Katharina Nettersheim, Dr. Tobias Bödger und Doris Bäumer (alle Zukunftsnetz Mobilität NRW) sowie Mark Dieckmann (Beigeordneter Planen und Bauen der Stadt Rheine). Foto: Stadt Rheine

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Die Umnutzung von innerstädtischen Großflächen, die seinerzeit aus der militärischen oder industriellen Nutzung gefallen sind, und zu Wohnbauland entwickelt werden, beschäftigt aktuell viele Kommunen in NRW, heißt es in einer Mitteilung. 
 
Mit dem Europa-Viertel am Waldhügel in Rheine wird derzeit ein Projekt umgesetzt, das nicht nur bei Mobilitätsexpertinnen und -experten viel Beachtung findet, sondern auch bei Akteuren aus Stadtplanung und -entwicklung. Da lag es nah, das diesjährige Austauschtreffen in Rheine durchzuführen.
 
Mark Dieckmann, Beigeordneter Planen und Bauen der Stadt Rheine, und der Mobilitätsmanager Michael Wolters gaben vor Ort Einblicke in das Vorhaben. Sichtbarstes Zeichen der Entwicklung ist aktuell eine von drei Quartiersgaragen, die kurz vor der Fertigstellung steht. „Quartiersgaragen sind die zentralen Anker in unserem Konzept des autoarmen Wohnquartiers“, sagt Mark Dieckmann. „Unser Konzept sieht vor, gute Alternativen zum PKW zu schaffen, was aufgrund der Nähe zum Bahnhof und zu zentralen Versorgungseinrichtungen gelingt. Durch die Quartiersgaragen an den Rändern der zu entwickelnden, 10 Hektar großen Fläche ermöglichen wir innerhalb des Quartiers viel Freiraum mit Grünflächen und Begegnungsorten – also Lebensraum für die Menschen.“ Neben rund 200 PKW-Stellplätzen je Garage sollen diese auch Angebote wie Lastenrad- und Carsharing, Paketboxen, Ladesäulen sowie Leihmöglichkeiten für Sackkarren und Bollerwagen bereithalten. Weitere Aspekte, wie der Umgang mit Regenwasser – dieses wird an der Oberfläche zusammengeführt und versickert vor Ort – und das entsprechende Schwammstadt-Prinzip wurden bei der Begehung ebenso erläutert.
 
An dem Austauschtreffen nahmen neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zukunftsnetzes auch Vertreterinnen und Vertreter des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, des Institutes für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und von NRW.Urban teil.

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