Entstanden ist das Unternehmen 1994 aus der Strautmann Gruppe (Landmaschinen und Hydraulik). Den Anstoß gab das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das kurz zuvor in Kraft getreten war und mit dem die Trennung von Wertstoffen endgültig eine Verpflichtung wurde. Mit einer ersten Ballenpresse für Kartonagen begann alles, seitdem hat die Strautmann Umwelttechnik mehr als 30 Jahre Erfahrung im Entsorgungsbereich gesammelt.
Seit 2008 hat das Unternehmen mit seinen 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Heimat in Glandorf. Dort entwickelt und produziert das Unternehmen Pressen verschiedenster Größen für den deutschen und internationalen Markt. Zahlreiche Maschinen wurden vom Standort Heidestraße mittlerweile an Kunden ausgeliefert. Das ein Großteil der Fertigung vor Ort stattfindet unterstreicht die enge regionale Verankerung.
Die Produkte: Das sind Ballen- und Briquettierpressen für den Einsatz im Groß- und Einzelhandel, in der Industrie, Gastronomie und Getränkeindustrie, aber auch für öffentliche Einrichtungen. Mit dem Wachstum des Versandhandels sind zunehmend auch Fullfillment Center Kunden der Glandorfer. Für jeden Anwendungszweck bietet Strautmann Umwelttechnik die passende Lösung – von einer kleinen Ballenpresse bis hin zu einem vollautomatisiertem Entsorgungssystem bestehend aus mehreren Stratumann-Lösungen. Die Bandbreite reicht dabei von Kartonagen und Folien über Fässer und EPS, PET, Dosen bis hin zu Restmüll und sogar Elektroschrott.
Das Ergebnis ist aber bei allen Maschinen und Anwendungszwecken gleich: Das Volumen der Wertstoffe wird um bis zu 90 Prozent reduziert und zu kompakten Ballen verdichtet, die dann entsorgt oder in den Wertstoffkreislauff zurückgeführt werden können.
Besonders in der Getränkeindustrie geht Strautmann Umwelttechnik über das reine Pressen hinaus. Hier fallen täglich große Mengen unverkäuflicher Produkte an, etwa durch beschädigte Verpackungen oder Fehlchargen. Mit speziellen Entwässerungssystemen werden Flaschen, Dosen und Verbundverpackungen automatisch entleert und die Materialien getrennt. Bis zu 7.500 Ein-Liter-Gebinde pro Stunde lassen sich so deutlich schneller und sicherer im Vergleich zu manuellen Alternativen verarbeiten.
Mit seinen Entsorgungskonzepten löst Strautmann Umwelttechnik mehrere Herausforderungen zugleich: Ineffiziente, zeitraubende und auch verletzungsanfällige manuelle Aufgaben werden automatisch erledigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entlastet und können gezielter eingesetzt werden.
Dafür wird die Technologie in Glandorf ständig weiterentwickelt. „Das große Innovationspotenzial liegt in der Effizienz“, sagt beispielsweise Geschäftsführer Thomas Gruschwitz. Ein Beispiel: Die Zeiten, in denen Kartonagen von Hand kleingerissen werden müssen, sind längst vorbei. „Für uns steht nicht die Maschine im Mittelpunkt, sondern der gesamte Entsorgungsprozess. Wir analysieren die Abläufe vor Ort und entwickeln Lösungen, die Arbeitsschritte reduzieren und Prozesse effizienter gestalten.“
Trotz wachsender internationaler Aktivitäten bleibt Strautmann Umwelttechnik fest in der Region verwurzelt. Der Standort Glandorf bildet weiterhin das Herzstück des Unternehmens. Gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren gezielt ein starkes internationales Netzwerk aufgebaut: ein Schritt, auf den das Unternehmen mit sichtbarem Stolz blickt.
Die Anlagen aus Glandorf sind heute in vielen Märkten weltweit im Einsatz. Möglich macht das vor allem die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern im Ausland. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch ein weiteres Büro in Polen sowie Mitarbeitende in Frankreich, die die Nähe zu den jeweiligen Märkten stärken. So verbindet Strautmann Umwelttechnik regionale Stärke mit internationaler Präsenz.
Regional verwurzelt, international vernetzt – und mit Lösungen, die über Grenzen hinweg gefragt sind.